Kohl aus gesundheitlicher Sicht

Der gute alte Kappes

Kohl (Foto: © pixabay.de)
Kohl (Foto: © pixabay.de)

Der Kohl, der bei uns am Niederrhein nur „Kappes“ (hergeleitet vom lateinischen Wort CAPUT für Kopf) genannt wird, war früher für die Bevölkerung das wichtigste Nahrungsmittel im Winter und vor allem in Zeiten, in denen man sich noch keine Südfrüchte leisten konnte, der wichtigste Vitamin C-Lieferant.

Durch die Entdeckung der milchsauren Gärung konnte Weißkohl eingelegt werden und als Sauerkraut auch viele Wochen später noch ohne nennenswerte Einbußen an Qualität (Geschmack, Nährstoffgehalt, Vitamingehalt, Besiedlung mit Krankheitskeimen) gegessen werden.

Interessant ist auch, dass die Kohlpflanze botanisch mit dem Senf verwandt ist, beide gehören zur Familie der Kreuzblütler und enthalten die sogenannten Senfölglykoside, die für den scharfen Geschmack des Senfs verantwortlich sind und uns die Tränen in die Augen treiben können. Der Gehalt an diesen Stoffen ist beim Kohl weitaus geringer, dennoch macht sich die Volksmedizin diese Tatsache zunutze: mit Kohlblättern kann man sehr schöne Umschläge machen gegen Schmerzen und Entzündungen. Und das geht so:

Mehrere gut gewaschene Kohlblätter (am besten eignet sich Wirsing!) werden befreit von der dicken Mittelrippe auf eine glatte Unterlage gelegt und so lange mit einer Teigrolle oder einer Glasflasche gewalzt, bis der Saft auszutreten beginnt.
Sodann werden die Blätter (evtl. in Streifen schneiden) beispielsweise auf das schmerzende Knie gelegt und mit einer Mullbinde fixiert. Diese Packung sollte am besten über Nacht auf der Haut bleiben, idealerweise zwölf Stunden.

Die Kohlblätter werden dann entfernt und verworfen, die Haut nur mit lauwarmem Wasser abgespült und mit frischem Olivenöl eingerieben. Diese Prozedur sollte man mindestens vier Wochen durchhalten, besser über zwei bis drei Monate. So lassen sich viele Beschwerden beeinflussen, die oft schon als nicht mehr behandelbar bezeichnet werden.

Auch Hauterscheinungen wie Entzündungen und Ausschläge hat man früher so in den Griff bekommen, als es weder geeignete Desinfektionsmittel noch Cortison als Arzneimittel gab. Schon die griechischen und römischen Ärzte haben mit der desinfizierenden Eigenschaft des Kohls frische Kriegsverletzungen versorgt und den Soldaten helfen können.

Versuchen Sie es auch einmal, Sie werden überrascht sein, was der Kohl alles kann! Allerdings braucht man mehr Ausdauer als bei unseren modernen hochwirksamen Arzneimitteln und eine gewisse Disziplin in der Anwendung. Und bei Verschlimmerungen gilt: Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker!

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Gesundheit

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