Zeche Zollverein

Ein Ausflug zur einst schönsten Zeche der Welt.

Zeche Zollverein in Essen (Foto: © pixabay.de)
Zeche Zollverein in Essen (Foto: © pixabay.de)

Die Zeche Zollverein ist, so sagt man, das weltweit einzige Industriedenkmal, an dem Vielfalt und Komplexität des Steinkohlebergbaus auch heute noch überschaubar und überzeugend zu erkennen sind. Die ehemalige Zeche und ihre Kokerei sind somit schlechthin das Symbol für den einst für Deutschland so wichtigen Steinkohlebergbau im Ruhrgebiet. Das „Schwarze Gold“, die großen Kohlevorräte an der Ruhr und nördlich davon, war im 19.Jahrhundert der Energieträger der Zukunft. Erst die Kohle hat die Entwicklung des Ruhrgebietes zu einer der größten Industrieregionen der Welt ermöglicht. Der Duisburger Industrielle Franz Haniel (1779-1868) hatte die Bedeutung der Kohle rechtzeitig erkannt und sich die Rechte für Bohrungen und den Abbau der Kohlevorräte im Essener Norden gesichert. 1847 wurden die insgesamt 14 Kohlefelder von ihm zu einem Grubenkomplex mit dem Namen Zollverein zusammengefasst. 1851 konnte mit der Kohleförderung an zwei Schächten begonnen werden. Dies war der Beginn der Kohleförderung großen Stils im Ruhrgebiet. Während im ersten Jahr noch 256 Bergleute 13.000 t Kohle förderten, förderten 1890 bereits ca. 25.000 Bergleute 1 Mio. Tonnen.

Um die riesigen Kohlevorräte ausbeuten zu können, wurden in den Folgejahren immer neue Felder erschlossen und neue Schächte „abgeteuft“. So war der Zollverein 1914, zu Beginn des 1.Weltkriegs auf vier selbstständige Schachtanlagen (Zechen) mit insgesamt zehn Schächten angewachsen. In den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts wurden täglich ! 10.000 t Kohle in 304 Öfen bei 1.250°C zu 8.600 t Koks verarbeitet. Die wechselvolle Geschichte des Ruhrgebietes, u.a. durch die beiden Weltkriege und durch die Veränderungen auf dem Weltmarkt, wirkte sich auch auf Zollverein aus. Das Zechensterben machte natürlich auch vor dieser großen und traditionsreichen Zeche nicht Halt, und so fuhr am 23. Dezember 1986 nach 135 Jahren Kohleabbau die letzte Schicht ein, 1993 stellte auch die Kokerei ihren Betrieb ein. Wer heute die Zeche Zollverein besucht, kann sich Dank der sehr übersichtlichen und authentischen Gestaltung des ehemaligen riesigen Zechengeländes und der verschiedenen Gebäude einen umfassenden und sehr informativen Eindruck von der Arbeit auf einer Zeche und ihre komplexen Arbeitsabläufen verschaffen.

Was man dort zu sehen bekommt ist einfach überwältigend. Der Besuch der Zeche Zollverein kann auf verschiedene Art und Weise und sehr individuell gestaltet werden. Man kann dem Denkmalpfad über die Gebäude von Schacht XII bis hin zur Kokerei folgen. Man kann sich aber auch für eine Führung anmelden (0201/246810) oder denkmalpfad@zollverein.de Desweiteren kann man noch das Phänomen Erfahrungswelt, den Zollverein Park oder das Labyrinth der verborgenen Schätze besuchen. Hobbyfotografen kommen ebenfalls auf ihre Kosten, an Architektur Interessierte werden von der wunderschönen Industriearchitektur begeistert sein. Wer das große Zechenareal per Fahrrad erkunden will, für den stehen von April bis Oktober täglich von 10.00 – 18.00 Uhr Leihfahrräder zur Verfügung. Wir wünschen viel Vergnügen und sagen „Glück auf.“

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