Kalkar – weit mehr als nur der „Schnelle Brüter“

Interessante Baudenkmäler in Kalkar

Eines der vielen Baudenkmäler in Kalker - Das Rathaus am Marktplatz (Foto: © Stadt Kalkar)
Eines der vielen Baudenkmäler in Kalker - Das Rathaus am Marktplatz (Foto: © Stadt Kalkar)

Viele von uns, insbesondere die etwas älteren, verbinden mit dem Namen Kalkar den Widerstand größerer Bevölkerungsteile gegen den Bau und später gegen die Inbetriebnahme des Kernkraftwerkes im Kalkarer Ortsteil Hönnepel. Mit dem Bau des „Schnellen Brüters“, einem Kernkraftwerk, das mehr Brennstoff erzeugt, als es in der selben Zeit verbraucht, wurde 1973 begonnen, fertiggestellt wurde er trotz der sehr intensiven und lang andauernden Proteste 1986. Unter anderem wegen bestehender Sicherheitsbedenken und aus ökonomischen Überlegungen wurde er aber nicht in Betrieb genommen. Das endgültige Aus kam 1991.

Inzwischen ist auf dem Kraftwerksgelände ein großer Freizeitpark mit vielfältigen Angeboten entstanden, das „Wunderland Kalkar“. Wer Kalkar besucht, sollte durchaus einen kleinen Abstecher zu diesem ehemaligen Kraftwerk mit seinen imposanten Gebäuden und Sicherheitseinrichtungen (Stacheldrahtzaun, Wassergraben) machen. Aber ehrlich gesagt, mal vorbeifahren und von außen einen Blick darauf werfen, reicht eigentlich schon.
Kalkar hat jedoch weitaus mehr zu bieten: das Mittelalter mit seinen städtebaulichen und architektonischen Besonderheiten ist bei einem Besuch dieser niederrheinischen Kleinstadt so deutlich erfahrbar wie sonst kaum noch in unserer Region. Kalkar wurde nämlich schon 1230 gegründet und erhielt bereits 1242 das Stadtrecht. Seine große Zeit hatte Kalkar im 15. Und 16. Jahrhundert. Die Stadtanlage Kalkars ist ein internationales Kulturdenkmal.

Die katholische St. Nicolai-Kirche in Kalkar (© Stadt Kalkar)
Die katholische St. Nicolai-Kirche in Kalkar (© Stadt Kalkar)

Schon der große Marktplatz im Zentrum der Stadt mit den ihn umgebenden alten Giebelhäusern ist sehenswert. Manche halten ihn für den schönsten Marktplatz am ganzen Niederrhein. Wer sich in einem der Straßencafes auf der „Gastronomiemeile“ niederlässt, kann die ruhige und gediegene Atmosphäre dieser kleinen Stadt in Ruhe genießen.
Ein besonderer Blickfang ist das Rathaus aus dem ausgehenden Mittelalter. Seine Größe übertrifft alle spätgotischen Rathäuser nördlich von Köln. In einem kleinen Handelshaus aus dem Jahr 1500 gegenüber dem Rathaus ist das kleine, aber feine Museum untergebracht. Die hoch interessante Raumaufteilung ist noch in ihrer ursprünglichen Form erhalten.

Nicht weit vom Marktplatz entfernt steht eine sehr imposante „achtbödige“ Windmühle aus dem Jahr 1770, eine so hohe Windmühle haben Sie wahrscheinlich noch nie gesehen. Allemal lohnend ist ein Spaziergang um den alten Stadtkern Kalkars. Man findet dabei weitere gotische, spätgotische und barocke Hausfassaden, daneben aber auch schöne Jugendstilbauten.
Das wohl schönste und bedeutendste Bauwerk ist die dreischiffige St. Nicolai-Kirche mit ihrem 70 Meter hohen Turm. Das wertvollste an ihr befindet sich in ihrem Inneren: Neun gotische Schnitzaltäre aus Eichenholz sind dort zu bewundern, u.a. von dem berühmten Künstler Douvermann angefertigt. Ursprünglich beherbergte die Kirche 17 Altäre, acht von Ihnen wurden im 19. Jh. U.a. in die Niederlande verkauft, um die Restaurierung der Kirche zu finanzieren. Daneben finden sich gotische Skulpturen und Malereien in der Kirche. Ein weiteres Juwel sakraler Kunst ist der Hochaltar von Jan Joest.

Zur Stadt Kalkar gehört auch das kleine Fischer- und Schifferstädtchen Grieth, dem schon 1250 das Stadtrecht verliehen wurde. Ein Spaziergang über die kleine Rheinpromenade mit schönem Blick auf die typische Niederrheinlandschaft und den Rhein hinterlassen beim Betrachter den Eindruck von Ruhe und Gelassenheit.
Zum Schluss noch ein Tipp: Wählen Sie nicht unbedingt den schnellsten Weg nach Kalkar, sondern genießen Sie auf Nebenstrecken die „Parklandschaft“ des Niederrheins mit seiner Weite, den eingestreuten Waldstücken, mit seinen kleinen Städten und Dörfern und den großen verstreut liegenden Bauernhöfen.
Gute Fahrt

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