Hurra, der Frühling ist da

Wie Sie sich gegen Pollenallergien wehren.

Frühlingserwachen am Niederrhein. (Foto: Pixabay)
Frühlingserwachen am Niederrhein. (Foto: Pixabay)

Karl Bedau – Löwenapotheke
Ein Freund erzählte mir einmal eine wahre Geschichte:

„Er hatte Besuch von einem christlichen Missionar, der aus Südostasien stammte und sein ganzes bisheriges Leben dort verbracht hatte. Bei einer Autofahrt am Niederrhein im Winter konnte er sich nicht genug wundern, dass überall nur „tote“ Bäume zu sehen waren. Mein Freund erklärte ihm dann, dass im Herbst die Laubbäume ihre Blätter abwer fen und im Winter wie „tot“ aussehen. Im Frühling allerdings zeige sich alles in neuem frischen Blattgrün, wenn die Natur wieder aus der Winterstarre er wache. Er konnte das zuerst nicht glauben, da er aus einer Zone stammte, wo es das g anze Jahr lang nur üppigste Vegetation gibt und die Bäume niemals ihre Blätter verlieren. Als dann der Frühling kam und tatsächlich die Bäume wieder ausschlugen, konnte er verstehen, warum wir Mitteleuropäer uns so sehr nach dem
Frühling sehnen und dieses Wunder der er wachenden Natur so viele Dichter inspiriert hat.“


Niesen, Schnupfen, Kopfschmerzen

Der Frühling ist nicht für alle Menschen ein Glücksbringer: Es gibt Menschen, die gegen die botanischen Frühlingsboten allergisch reagieren und mit Niesen, Schnupfen, Kopfschmerzen, ja sogar Asthma geplagt sind.

Wer seine Allergene allerdings kennt, den Pollenflugkalender zu lesen weiß und sich vielleicht auch im Internet über die aktuelle Situation informiert, kann sich entsprechend schützen. Dazu gehören die drei wesentlichen Dinge:

Exposition vermeiden (das ist die Situation des Sich-Aussetzens), Vorbeugung mit antiallergischen Arzneimitteln und verhindern, dass die Allergie in eine dauerhafte Entzündung übergeht und den sogenannten „Etagenwechsel“ vollzieht. Gehen wir gemeinsam die drei angesprochenen Schritte noch einmal durch:

Exposition vermeiden kann bedeuten, dass der Allergiker bei schönem Wetter zuhause bleibt, die Fenster schließt und eben keine Radtour oder keinen Spaziergang unternimmt. Weil das nicht immer durchführbar ist, sehe ich darin keine wirklich befriedigende Lösung des Problems. Ein Aufenthalt im Hochgebirge oder an der See, wo die Luft nahezu allergenfrei ist, kann durchaus sinnvoll sein und hier die Verbindung des Angenehmen mit dem Nützlichen bieten. Außerdem ist es für Allergiker ein manchmal hilfreicher Tipp, wenn eine andere Person abends vor dem Schlafengehen das Bett oder zumindest das Kopfkissen mit einem feuchten Tuch leicht abwischt, um den Staub des Tages mit den Pollen darin zu entfernen, bevor man in die Kissen sinkt und alles wieder aufwirbelt. Ratsam ist es aus genau diesem Grunde, auch die Haare abends zu waschen und mit noch eben feuchten Haaren ins Bett zu gehen.

Zu den Arzneimitteln, die hilfreich sein können, zählen Augentropfen und Nasensprays oder auch antiallergische Tabletten. Lassen Sie sich dazu eine für Sie optimal abgestimmte Arzneimitteltherapie in der Apotheke empfehlen – aber tun Sie bitte NICHT NICHTS! Denn unbehandelt führt eine leichte Allergie oft zu einer schwereren Symptomatik bis hin zum allergischen Asthma. Dazu kann es hilfreich sein, eine Hyposensibilisierung mit dem für Sie problematischen Allergen durchzuführen. Das erfordert den Gang zum Arzt, der Sie hier berät und eine solche Therapie in der allergenfreien Zeit durchführen wird, also meist in der Wintersaison, wenn die Pollen nicht mehr oder noch nicht fliegen. Eine andere Möglichkeit sind cortisonhaltige Sprays zur Inhalation, die das Entzündungsniveau herabsenken, ein Fortschreiten der Beschwerden verhindern und nicht die gefürchteten Nebenwirkungen der Cortisontabletten (bei deren Dauereinnahme) haben.

Frühlingsgemüse

Wer zur Jahreswende noch nicht den Vorsatz gefasst hat, sein Leben mit mehr Bewegung und einer gesünderen Ernährung – zum Beispiel mit Frühlingsgemüse – anzureichern, sollte das jetzt tun, weil der Zeitpunkt dazu nie günstiger sein kann. Wie aber soll das gehen, eine Ernährung mit Frühlingsgemüse? In einer Epoche, in der jedes Obst und jedes Gemüse zu jeder Jahreszeit an jedem Punkt der Welt verfügbar ist, muss das erst einmal wieder erklärt werden: gemeint ist das Gemüse, das jahreszeitlich bedingt in unserer Region im Frühling zur Ernte ansteht, also:
Spargel, Möhren, Erbsen, Kohlrabi, Radieschen, Rhabarber, Rucola, Bohnen, Spinat, Kartoffeln, Bärlauch.

Hiermit lassen sich mit einiger Fantasie schmackhafte Mahlzeiten zubereiten, die oft noch nicht einmal ein Stück Fleisch brauchen, um Eiweiß und Kohlenhydrate im rechten Gleichgewicht zu halten. Lassen Sie sich also anstecken von Ihren Frühlingsgefühlen, durchkämmen Sie Ihre Kochbücher oder kaufen Sie sich ein neues, das Sie anspricht.

Kategorie:

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