110 Jahre Bahnhofsmission Krefeld

Niederrheinische Kaffeetafel für die Bahnhofsmission Krefeld

Bahnhofsmission Krefeld-110 Jahresfeier
110-Jahresfeier: 10 Luftballons stiegen auf und sendeten herzliche Grüße aus Krefeld.

Annelie Plümer von der Bahnhofsmission Krefeld erzählt über die Feierlichkeiten zum 110-jährigen Jubiläum und die Entwicklung der Krefelder Bahnhofsmission.

»Die Bahnhofsmission Krefeld konnte am 28. und 29. April 2017 ihr 110-jähriges Bestehen feiern. Während am Freitag, dem 28., im Dreikönigenhaus der Diakonie der Festakt für geladene Gäste stattfand, deckten die Ehrenamtlichen auf Gleis 1 des Krefelder Hauptbahnhofes am Samstag die Tische für alle Menschen, die eingeladen waren,  die zufällig von der Geburtstagsfeier gehört hatten, die jeden Tag in die Bahnhofsmission kommen, um dort einen Kaffee oder Tee zu trinken.

So saßen nahezu 140 Gäste an den festlich gedeckten Tischen zusammen und kamen miteinander ins Gespräch. Diesmal musste keiner fragen, ob er noch einen Kaffee oder eine Scheibe Brot bekommen könne. 300 Scheiben Käse, 300 Scheiben Schinken, Butter, Marmelade, Apfel- und Rübenkraut, je 300 Scheiben Rosinen- und Weißbrot, 90 Scheiben Schwarzbrot, 200 Brötchen und 3 Bleche Streuselkuchen bildeten den Grundstock für die Niederrheinische Kaffeetafel. Dass die Bahnhofsmission Krefeld so aufwändig ihr 110-jähriges Bestehen feiern konnte, verdanken wir den Spendern, die uns bei unserem Vorhaben unterstützt haben.
An dieser Stelle möchte ich ganz besonders Edeka und damit Herrn Kempken danken. Ohne seine großzügige Hilfe wären wir dazu nicht in der Lage gewesen. Das schönste Kompliment, das wir von einem Gästepaar hören konnten, gebe ich an dieser Stelle gerne weiter: „Es war so festlich und so schön, die Musik, der Zauberer, einfach alles. Und dann das Essen – es schmeckte wie bei Muttern. Vielen Dank!“

Seit 110 Jahren wird in der Bahnhofsmission Krefeld der Spruch „Beispiele für Nächstenliebe gibt es in der Bibel. Und am Bahnhof “ verwirklicht. Wir alle im Team arbeiten ehrenamtlich und sind dankbar, dass wir von vielen Mitmenschen durch Spenden und Sachspenden unterstützt werden. Als 1907 die Bahnhofsmission gegründet wurde, galt sie in erster Linie dem Schutz und der Hilfe für die jungen Mädchen und Frauen, die im Zuge der Industrialisierung in die Städte zogen. Schon wenig später wurde die Bahnhofsmission eine Anlaufstelle für Menschen, die aus der Bahn geworfen, die heimatlos, vertrieben oder auf der Suche nach Arbeit waren. Menschen in Not. Es gab Zeiten nach dem Krieg, da florierte am Bahnhof die Suppenküche, Vermittlungen für Übernachtungen und finanzielle Unterstützung für die Weiter- oder Heimreise waren an der Tagesordnung. Alleinreisende Kinder, Kranke, Blinde und Körperbehinderte und auch die Kinderferienzüge wurden neue Aufgabenbereiche für die Bahnhofsmission Krefeld.

Und heute im Jahre 2017? Heute geht es nicht mehr um den Schutz von Frauen und jungen Mädchen, um Suppenküche oder alleinreisende Kinder. Die Ehrenamtlichen der Bahnhofsmission Krefeld erleben von ihren Gästen aber auch heute noch die Not, weil der Alltag nicht mehr zu bewältigen ist, sie sehen den Wunsch, als Mensch wahrgenommen und wertgeschätzt zu werden. Die meisten Gäste suchen das Gespräch und die Hilfe, wenn sie nicht mehr weiter wissen. Durch die gute Vernetzung mit anderen Einrichtungen kann oft unbürokratisch Hilfe geleistet werden.
Die Bahnhofsmission bleibt auch im 21. Jahrhundert noch eine Anlaufstelle für Reisende, die nicht mehr so mobil und auf Hilfe beim Ein- oder Aussteigen angewiesen sind, die Probleme mit der Sprache oder dem Fahrkartenautomaten haben und…und…und. Für alle Menschen steht die Tür der Bahnhofsmission Krefeld offen, hier ist der Ort, wo es neben dem heißen Kaffee oder Tee immer jemanden gibt, der zuhört, der hilft und Anteil nimmt am Leben des Anderen.«

 

Kategorie:

Soziales

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