Wissenswertes über Wurst

welche Wurstsorten gibt es und wie wird Wurst eigentlich richtig gelagert

allgemiene Informationen über die Wurst, Edeka Kempken
Interessantes über die Delikatesse - die Wurst (Foto: Pixabay)

Die unzähligen verschiedenen Wurstsorten lassen sich nicht nur anhand der Zutaten, sondern auch nach ihrem Herstellungsverfahren einteilen. Man unterscheidet die Wurst in folgende drei Verfahren:

Brühwurst:

Mit knapp 800 Sorten gehören die Brühwürste zu den am häufi gsten verarbeiteten Würste. Dazu zählen die Fleischwurst, Weißwurst und Knackwurst. Die Rohmasse, genannt Brät, ist sehr fein und besteht meist aus Kalb-, Rind-, oder  Schweinefleisch. Sie wird mit Wasser oder Eis vermischt und anschließend – der Name verrät es bereits – gebrüht oder bei geringer Temperatur gebacken.

Rohwurst:

Rohwürste werden gerne zum Frühstück ser viert und mit dem täglich Brot verzehrt. Die Masse besteht aus rohem Rind-, Schweine- oder Lammfleisch. Im Gegensatz zur Koch- und Brühwurst werden Rohwürste nicht durch Erhitzen haltbar gemacht, sondern durch Trocknen, Salzen und/oder Räuchern. Es gibt 500 verschiedene Sorten, dazu zählen Mett- und Teewurst sowie die Salami.

Kochwurst:

Bereits vor der Verarbeitung zur Wurstmasse werden die meisten Zutaten gekocht. Das Fleisch der rund 350 verschiedenen Sorten wird durch erstarrtes Fett, Gelee oder Bluteiweiß zusammengehalten. Häufig enthalten Kochwürste neben dem Fleisch auch Innereien wie Leber, Zunge oder Blut, was diese verhältnismäßig kurz haltbar macht. Unter teilt wird die Kochwurst in die drei Varianten Blut wurst (z.B. Thüringer Rotwurst), Sülzwurst (z.B. Schwartenmagen) oder  Kochstreichwurst (z.B. Leberwurst oder Pastete).

Ungesund?

Wurst gilt als Risikofaktor für Krebs, Diabetes, Asthma oder Herz-Kreislauf-Krankheiten. Doch wie so häufig macht die Menge das Gift. Die Deutsche Gesellschaf t für Ernährung sieht daher bei Mengen bis 600 g pro Woche keine Probleme.

Wurst richtig lagern:

Wurst ist sehr empfindlich und muss daher kühl gelagert werden, am besten bei Temperaturen unter 7°C. ANgeschnittene oder agebrochene Ware sollten Sie möglichst schnell verzehen und nicht länger als 3 Tage lagern. Um zu verhindern, dass das Wurstaroma verloren geht, schlagen Sie jede Sorte einzeln in Folie ein.

30 Kg pro Jahr:

Wenn‘s um die Wurst geht, sind wir Deutschen ganz weit vorne dabei. Rund 30 kg Wurst verputzen wir durchschnittlich pro Jahr, das sind 80 g pro Tag – etwa vier Scheiben Schinkenwurst. Auff ällig: Frauen essen nur halb soviel Fleisch wie Männer, dies lässt sich auch beim Konsum von Wurst beobachten.

Der hohe Wurstverzehr in Deutschland ist wenig verwunderlich. Spezialitäten wie die Nürnberger Rostbratwurst sind identitätsstift end für ganze Regionen und rufen – so drückt es der Fleischer-Verband aus – eine „starke emotionale Bindung in der Bevölkerung“ hervor. Mehr als 1 500 verschiedene Wurstsorten stellen die Deutschen her. Man kann also zweifelsohne behaupten: Wurst ist in Deutschland nicht nur Lebensmittel, sondern auch traditionelles Kulturgut.

Tausende Jahre Tradition:

Erste Zeichnungen von Wursterzeugnissen (Wortursprung: „etwas drehen, vermengen, rollen und wenden“) finden sich bereits vor mehr als 7 000 Jahren bei den Sumerern. Bei den Chinesen fand eine Wurst aus Lamm- und Ziegenfleisch erstmals 589 v. Chr. Erwähnung. Auch bei den Griechen, Kelten und Römern war die Wurst zu diesem Zeitpunkt sehr beliebt – der Dichter Homer berichtet in seiner „Odyssee“ sogar von Kämpfen unter den Griechen, bei denen der Gewinner als Belohnung die beste Wurst erhielt. In Deutschland verbreitete sich die Wurst erst im späten Mittelalter, gewann allerdings schnell an Popularität. Kein Wunder, schließlich konnte das Fleisch durch die Verarbeitung zur Wurst länger haltbar gemacht und ein Großteil des Tieres zum Verzehr verwertet werden.

„Is‘ mir Wurst“

Viele Redewendungen drehen sich um das Aussehen oder die Herstellung der Wurst. Mit dem Satz „Is‘ mir Wurst“ wird allgemeinhin Gleichgültigkeit ausgedrückt. Klar ist, dass dieser Ausdruck aus der Studentensprache kommt, die genaue Bedeutung ist allerdings ungeklärt.

Ein Erklärungsansatz: Jede Wurst hat zwei Enden, egal wo man anbeißt, es kommt aufs Gleiche raus. Neben der vulgären Assoziation zu scheißegal könnte aber auch die Alltäglichkeit des Wurstbrotes der Grund sein. Vermutet wird auch eine Verkürzung des Spruches „Ist mir Wurst wie Pelle“ als Pendant zu „Ist mir Jacke wie Hose“ oder der Verweis auf die unbekannten Inhaltsstoffe einer Wurst im Sinne von „Ist mir doch egal, was drin ist“.

Was auch immer die Studenten im 18. und 19. Jahrhundert im Sinne gehabt haben, im Grunde ist es uns doch Wurst.

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