Gesunder Fleischkonsum

Wie steht es eigentlich mit dem gesundheitlichen Aspekt des rheinische Sauerbratens?

gesunder Fleischkonsum (Foto: © pixabay.de)
gesunder Fleischkonsum (Foto: © pixabay.de)

Wollen wir uns dem Thema Fleischkonsum nähern, gilt es zunächst, sich mit gesunder Ernährung allgemein auseinanderzusetzen. Um einen auch nur annähernd vollständigen Überblick in diese Thematik zu gewähren, kann der in diesem Magazin zur Verfügung stehende Rahmen natürlich nicht ausreichen. Trotzdem will ich versuchen, in einem kurzen und wie immer persönlich gefärbten Abriss meinen Lesern einerseits einen Überblick zu verschaffen, andererseits Tipps und Ratschläge des Apothekers für das tägliche Leben zu vermitteln.

Unsere Nahrung besteht immer aus den drei Hauptsäulen Kohlenhydrate, Eiweiss und Fett. Dazu kommen noch Vitamine, Spurenelemente und die nicht minder wichtigen Ballaststoffe. Je besser die Mischung oder vollständiger die Nährstoffe in einer Mahlzeit enthalten sind, desto höher ist der Wert unserer Nahrung. Entscheidend ist dabei nicht etwa der Einkaufspreis. Das soll also heißen: Eine Ernährung, die beispielsweise hauptsächlich Fett, Kohlenhydrate und fast kein Eiweiß, Vitamine, Spurenelemente und Ballaststoffe enthält, ist im ernährungsphysiologischen Sinne einseitig und nicht vollwertig und daher abzulehnen. Eine Portion Pellkartoffeln, lecker angerichtet mit Kräuterquark und zwei Rühreiern, stellt eine vollwertige Mahlzeit dar, denn hier herrscht Eiweiß (Rührei, Quark, Kartoffeln) vor, es gibt Kohlenhydrate (aus den Kartoffeln) und Vitamine, Mineralien und Spurenelemente (Kräuter, Kartoffeln, Ei) und auch Fett, aber nicht zuviel (Quark, Rührei). Nehmen Sie 200 Gramm Pellkartoffeln und aus 200 Gramm Kartoffeln hergestellte Pommes frites: Sie finden ein kleines Häuflein Kartoffelstäbchen, das Sie nicht satt macht neben einer sättigenden Portion Pellkartoffeln. Nehmen Sie 200 Gramm Pommes frites und 200 Gramm Pellkartoffeln: beides wird Sie sattmachen, aber sie haben durch die Fritten eine um ein Vielfaches höhere Kalorienbelastung.

Sie verstehen, wie ich das meine: In dem Maße, wie die Lebensmittel verarbeitet und durch Zubereitung „verfeinert“ werden, nimmt der Kaloriengehalt, also die Energiedichte, zu, fatalerweise aber der Sättigungsfaktor zugleich mit dem Gesundheitsfaktor ab! Es sollte nur soviel Energie aus Fett zur Verfügung gestellt werden wie aus Kohlenhydraten und Eiweiß zusammengenommen, eher noch mit Betonung auf der Eiweiß-Seite.

Und was bedeutet das nun für den Sauerbraten und den Fleischkonsum?

Fleisch ist ein hochwertiges und gesundes Lebensmittel, das bleibt festzuhalten. Sauerbraten wurde ursprünglich aus Pferdefleisch, heute meist aus Rindfleisch (so auch in unserem Rezept) zubereitet. Das bedeutet: Aus magerem, eiweißreichem Muskelfleisch, das aus ernährungsphysiologischer Sicht hervorragend wegkommt. Es wird kurz angebraten und dann schonend im Ofen oder Topf geschmort, es wird also nicht in Fett gebadet wie beispielsweise panierte Schnitzel. OK, bis hierhin also gut.

Haben aber nicht auch die Vegetarier recht, die generell auf Fleisch verzichten?

Ich kann diese Leute zum Teil verstehen, denn sie prangern nicht allein den Fleischkonsum an sich an, sondern vor allem die Massentierhaltung und nicht artgerechte Haltung von Vieh zur Gewinnung von Billigfleisch. Hier hat der Krefelder schon recht, wenn er sagt: „Wat nix kost, dat is ook nix!“ Ein Erzeuger von Qualitätsfleisch, gewonnen von gesunden Tieren aus artgerechter Haltung aus unserer Region, der keine illegalen Masthilfen und Mastbeschleuniger verwendet, wird kein Billigfleisch auf den Markt bringen können. Qualität rechtfertigt einen gerechten Preis, und es muss ja auch nicht jeden Tag ein Sonntagsbraten auf dem Tisch stehen. Wenn es aber mal an besonderen Tagen etwas Besonderes sein soll, dann darf auch ein besonderes Stück in den Ofen, auf den Tisch und auch in den Magen! Lassen Sie sich Ihren rheinischen Sauerbraten also schmecken, genießen Sie etwas Besonderes! Guten Appetit!

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