Der Umgang mit Bier

Die gesundheitlichen Folgen des Bierkonsums

Das sollten Sie beim Konsum von Bier berücksichtigen (Foto: © pixabay.de)
Das sollten Sie beim Konsum von Bier berücksichtigen (Foto: © pixabay.de)

Aus gesundheitlicher Sicht ist Bier heute natürlich nicht mehr als Stärkungsmittel und keimarmes und damit gesundes Getränk zu sehen, denn durch den Alkoholgehalt hat es eine unbestritten abhängig machende und suchterzeugende Wirkung.

Regelmäßiger Bierkonsum ist gesellschaftlich nicht geächtet wie der Konsum von Cannabis beispielsweise, es sterben aber jährlich weitaus mehr Menschen durch den Einfluss von Bier als von Haschisch (womit ich als Apotheker jedoch keineswegs dem Haschischkonsum das Wort reden möchte!). Nimmt man die Zahlen derer, die an alkoholbedingten Lebererkrankungen und durch Alkoholeinfluss im Straßenverkehr zu Tode kommen zusammen, wird klar, was ich hier ansprechen will: Bier erfordert einen bewussten, vernünftigen wie verantwortungsvollen Umgang mit einem potentiell süchtig machenden Erfrischungsgetränk! Das bedeutet, dass aus medizinischer Sicht der Genuss auf Mengen zwischen einem halben und einem Liter täglich bei regelmäßigem Konsum beschränkt sein muss.

Bier Eigenschaften

Direkt gesundheitsfördernde Eigenschaften kann man dem Bier heute nicht mehr zuschreiben, zu sehr stehen die negativen dagegen; doch will ich nicht verschweigen, dass es bei Menschen, die regelmäßig viel Bier trinken (zwei und mehr Flaschen täglich) praktisch nie zu Nierensteinen oder Harnwegsinfekten kommt. Das ist allerdings nicht hauptsächlich auf Inhaltsstoffe von Gerste oder Hopfen, sondern auf die intensive Durchspülung der Nieren und Harnwege mit relativ großen Flüssigkeitsmengen zurückzuführen und ließe sich genauso mit Wasser erzielen. Ebenso führt regelmäßiges Biertrinken fast immer zu einer Gewichtszunahme, denn nicht nur die Kalorien im Bier zählen, sondern auch das durch das Bier erzeugte Hungergefühl.

Da die Kalorien, also der energetische Brennwert des Bieres, hauptsächlich vom Alkohol herrühren, ist es natürlich sinnvoll, ein alkoholfreies Bier herzustellen. Früher war das hauptsächlich das Malzbier, das als kräftigender Durstlöscher von Fußballstars beworben wurde. Es ist allerdings nicht alkoholfrei, sondern alkoholarm; bedenkt man, dass auch Fruchtsäfte nie ganz alkoholfrei sein können, steht dem Genuss von Malzbier auch für Kinder nichts im Wege. Weil dem „Malzbier“ Zuckerkulör und Glucosesirup beigemischt werden, darf es eigentlich nicht als „Bier“ bezeichnet werden, sondern als Malztrunk.

Es enthält Kohlenhydrate, Mineralstoffe und Eiweiß aus dem Getreide, aus dem es gebraut wurde und ist damit ein guter und schneller Energielieferant und wurde daher traditionell auch für die Ernährung stillender Mütter empfohlen. Heute ist die Ernährungslage der Bevölkerung natürlich nicht mehr so prekär wie in Kriegs- und Nachkriegszeiten, als ein relativ billiger gesunder Energieträger selten war. Heute haben viele Schwangere und Stillende mit Übergewicht zu kämpfen und sollten daher solche Ernährungstipps gut für ihre eigene Situation abwägen.

Alkoholfreies Bier

Noch ein Wort zum alkoholfreien Bier vom Typ „Erdinger alkoholfrei“: ohne hier Werbung für ein bestimmtes Produkt machen zu wollen, habe ich es hier herausgegriffen, weil es durch die Werbung in Funk und Fernsehen sehr bekannt geworden ist. Es ist mit einem Alkoholgehalt von weniger als 0,5% gesundheitlich völlig unbedenklich und für diejenigen Sportler empfehlenswert, die den frischen Biergeschmack schätzen und nach dem Training kalorienarm und isotonisch ihren Durst löschen wollen.

Mit nur 25 kcal/100ml ist es günstiger zu bewerten als Cola (37 kcal/100ml) und sogar Apfelschorle (34 kcal/100ml).

Als Apotheker vertrete ich eine klare Meinung: Niemandem will ich den Biergenuss verderben. Es ist allerdings nicht gut möglich, ihn als gesundheitsfördernd zu erklären. Wer gern Bier trinkt, sollte dies maßvoll tun und wie bei jedem anderen Genussmittel (Wein, Tabak oder Schokolade) den Verzehr bewusst genießen und nicht zum Lebensinhalt machen. Ein einzelnes Glas Bier schadet niemandem; Bier und vor allem höherprozentige Alkoholika, die zum Suchtstoff geworden sind und die Kontrolle des Trinkers ausschalten konnten, haben schon vielen das Familienleben oder ihr eigenes Leben zerstört.

In diesem Sinne: Prosit! Möge es nützen!

Ihr Apotheker
Karl Bedau

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