Bunte Vielfalt

Erfahren Sie wissenswertes über die Möhre.

Purple Haze, Nerac und Creme de Lite (Foto: © EDEKA Kempken)
Purple Haze, Nerac und Creme de Lite (Foto: © EDEKA Kempken)

Bunt statt orange

Zu den ursprünglichen Möhrensorten zählt überraschenderweise nicht die uns heute bekannte orange Möhre, sondern verschiedene rote, schwarze oder violette Möhren wie die „Purple Haze“. Die bekannte orange Möhre entstand erst einige Jahrhunderte später:
Wissenschaftlich ist nicht bewiesen, wo genau die Möhre zuerst kultiviert wurde, vermutet wird allerdings der mittlere Osten. Die Reise in unsere Gebiete begann im 12. Jhd. über Spanien und Italien, bis sie schlussendlich im 14. Jhd. vorerst in Frankreich, Deutschland und den Niederlanden endete. In den Niederlanden entstand im 17. Jhd., durch die Kreuzung einer dunklen Möhre mit einer gelben Futtermöhre die bei uns übliche orange Möhre. Von dort an verbreitete sie sich auf der ganzen Welt und verdrängte einige andere Wurzelgemüse wie Pastinaken oder Zuckerwurzeln von dem Speiseplan.
Und das zurecht – Möhren enthalten etwa 90 % Wasser und nur bis zu 10 % Fruchtzucker, zudem sind sie sehr vitaminreich. Der wichtigste Inhaltstoff ist das Betacarotin; es stärkt die Abwehrkräfte gegen Infektionskrankheiten und sorgt für gesunde Haut (mehr auf der nächsten Seite).

Heim & Garten

Wer sich im Eigenanbau versuchen möchte, muss folgendes beachten: In Nordrhein-Westfalen werden ausschließlich mittelfrühe bis späte Möhrensorten angebaut.
Der Reihenabstand bei der Besamung jeglicher Sorten beträgt 25 cm, lockerer Boden und regelmäßiges Gießen begünstigen das Wachstum. Die Pflanzung in Mischkultur – beispielsweise mit Zwiebeln – beugt dem Befall von Schädlingen und Krankheiten vor.

Purple Haze:

Auffallend mit ihrer intensiven violetten Farbe überrascht die Purple Haze mit einem kräftigen orangenen Kern im Inneren. Ihre spezielle dunkle Färbung wird wie bei Brombeeren oder Johannisbeeren durch den hohen Anteil des natürlichen Farbstoffes Anthocyan verursacht. Aber Achtung: Beim Kochen geben die Möhren ihre interessante Farbe ab und können dabei auch anderes Gemüse im Topf verfärben.
Bei der Ur-Möhre isst aber nicht nur das Auge mit. Auch geschmacklich unterscheidet sich die Purple Haze von anderen Möhren: Sie überzeugt durch eine saftige und intensive Süße.
Ausgesät werden die 20 – 25 cm langen, glatten Möhren von März bis Ende Mai und sind nach reichlicher Reifezeit an einem sonnigen Platz von Juli bis November erntebereit.

Creme de lite:

Eine sehr schlanke und glattschalige Variante der Möhre ist die Creme de Lite. Wie ihr Name bereits vermuten lässt, schmückt sie sich mit einer cremeweißen Farbe und bietet ein süßes und fruchtiges, aber etwas milderes Geschmackserlebnis. Mit einer Länge von 18 – 20 cm ist sie etwas kleiner als die Purple Haze oder Nerac. Dadurch verringert sich auch die Zeit zum Garen um wenige Minuten.
Die Creme de lite besitzt einen hohen Anteil an Ballaststoffen und enthält viel Lutein, eine natürliche „Sonnenbrille“ für die Sehzellen in unserem Auge.
Die mittelfrühe Sorte wird bereits von Februar bis April an einem sonnigen Standort ausgesät und erst ab Anfang Juli bis Ende August geerntet.

Nerac:

Die bekannteste orange Möhre ist die Sorte Nerac; sie ist mittellang mit einer zylindrischen, sehr glatten Form und hat die für uns typische orange Farbe. Gleichzeitig ist die Nerac sehr robust und auch bei den verschiedensten Wetterbedingungen erntesicher, sogar bis zum ersten Frost kann sie unbeschadet in der Erde bleiben.
Der leicht bittere Geschmack im rohen Zustand kann durch kurzes Kochen verringert oder komplett entfernt werden.
Ausgesät wird die mittelspäte Sorte von Mitte Februar bis Anfang Juni, nach 14 – 18 Wochen ist sie erntereif. Die hohe Lagerzeit von fast einem ganzen Jahr ist auf den Zeitpunkt der Ernte zurückzuführen. Die Herbstaussat kann bereits im Juli, aber auch bis zum Oktober geerntet werden.

Wachstumsphasen einer Bundmöhre

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Kategorie:

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Ausgabe:

18 - Jan. 2016

(v.l.) Hansgeorg Rehbein, Heiner Kempken, Rolf Plümer und Irmgard Hausmanns bei der Scheckübergabe im Januar. (Foto: © EDEKA Kempken)

Wir sagen Danke!

Mithilfe unserer Kunden konnten wir 10 448 € an die Krefelder Tafel spenden.

v.l. Sabrina Kreuzer, Christoph Becker, Sabine Brücker, Isabel Gonzales, Klaudia Koppermann, Monika Obst, Uschi Liebrecht, Claudia Lorenzen (auf dem Bild fehlt Karin Hecker) (Foto: © EDEKA Kempken)

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