Die Betacarotin Bombe

und die lebenswichtigen Vitamine A und D.

Möhrenbund (Foto: © pixabay.de)
Möhrenbund (Foto: © pixabay.de)

Unsere Gartenmöhre ist als Kreuzung u. a. aus der Wilden Möhre entstanden, die in Europa und rund um das Mittelmeer heimisch ist. Wie genau sie aber durch Zucht und Mutation aus ihr hervorgegangen ist, lässt sich nicht mehr bestimmen.

Inhaltsstoffe einer Möhre

Mengenmäßig am bedeutendsten sind die Oligo- und Polysaccharide. Darunter versteht die Fachwelt Zucker und zuckerverwandte Substanzen, die bei der Möhre natürlich für den angenehmen süßlichen Geschmack und die Beliebtheit als Babynahrung verantwortlich sind. Carotin und Carotinoide (das ist der Gruppenbegriff) sind typische Inhaltsstoffe für die Möhre. Vom Carotin leitet sich auch der lateinische Begriff für die Möhre / Karotte ab: Daucus carota.
Hauptsächlich vorkommende Carotinoide sind Lycopin (vor allem aus Tomaten bekannt) und beta-Carotin. Dieses Carotinoid wird auch als Pro-Vitamin A bezeichnet. Es wird nämlich in der menschlichen Leber zum Vitamin A umgebaut, das auch als Retinol (abgeleitet vom lat. retina = Netzhaut) bekannt ist. Es ist ein essenzielles, das bedeutet nicht vom menschlichen Organismus herstellbares, und fettlösliches Vitamin, das bei Mangelzuständen zu einer erheblichen Beeinträchtigung der Gesundheit führen kann; doch dazu später.

Die weißen Dolden der wilden Möhre. (© pixabay)
Die weißen Dolden der wilden Möhre. (© pixabay)

Neben diesen Inhaltsstoffen bietet die Möhre noch ätherische Öle sowie Polyine, die die Krebsentstehung hemmen können und natürlich viele holzige Ballaststoffe, die unverdaulich sind und daher die Verdauung fördern, indem sie das Stuhlvolumen erhöhen.
Die Möhre ist heute keine Heilpflanze mehr, die sie noch bei den Griechen, Römern und im gesamten vorderen Orient lange war, da wir heute meist bessere, ja stärkere Mittel aus der industriellen Produktion kennen.
Doch lange schätzte man ihre Eigenschaften beispielsweise für die Rekonvaleszenz (Stärkung Schwerkranker), als Wurmmittel, Aphrodisiakum (den Geschlechtstrieb anregendes Mittel) und die Samen als wirkungsvolles Schmerz- und Magenmittel.
Die Möhre ist heute der klassische Vertreter eines idealen Gemüses, weil sie neben unverdaulichen (Ballaststoffe!) und gut verdaulichen Kohlenhydraten (oben genannte Polysaccharide) viele Mineralien und Vitamine in optimaler Mischung enthält.

Vitamin A und D

Schauen wir uns einmal die beiden lebenswichtigen Vitamine genauer an.

Beide sind fettlöslich, beide sind nicht vom menschlichen Organismus selbst herstellbar und beide machen sich bemerkbar, wenn sie fehlen. Wie wirkt sich nun ein Mangelzustand aus bei Vitamin A, das wir vorhin in der Möhre gefunden haben?

Vitamin A
Wachstum & Sehkraft

Schon der in der älteren Literatur verwendete Name „Retinol“ leitet uns hin zum Auge, zur Netzhaut, wo der Sehnerv eingebettet liegt und uns einen Eindruck gibt von der Welt vor unseren natürlichen Linsen. Das Vitamin A wird in die Netzhaut eingelagert und ist verantwortlich dafür, dass wir eine schnelle Hell-dunkel-Anpassung hinbekommen, wenn wir aus dem Tageslicht in einen dunklen Raum treten.
Auch in die Haut und Schleimhaut wird es eingebaut und hilft bei kleinen Verletzungen im Abheilungsvorgang und beim Aufbau eines körpereigenen Sonnenschutzes. Daraus ergeben sich logischerweise folgende möglicherweise auftretende Mangelerscheinungen:

Vitamin D
Immunsystem & Knochenbau

Ganz ähnlich verhält es sich mit dem Vitamin D, das ebenfalls aus einem Provitamin entsteht und unter dem Einfluss von Sonnenlicht in der Haut in die biologisch wirksame Form umgewandelt werden muss.
Wie das Vitamin A ist es auch fettlöslich und daher auch nicht in den häufig verwendeten Brausetabletten enthalten, die so oft mit schlechtem Gewissen gekauft werden, wenn die natürliche Versorgung durch eine ausgewogene Ernährung nicht gegeben ist. Fettlösliche Vitamine lösen sich nun einmal nicht in Wasser, und Brausetabletten werden in Wasser gelöst getrunken.
Vitamin D kann man mit Fug und Recht als das Sonnenvitamin bezeichnen, denn wir brauchen die Sonne, um es in die aktive Form zu bringen. Andererseits macht es auch ein sonniges Gemüt, was im Umkehrschluss bedeutet, dass unsere Laune bis in eine depressive Verstimmung hinein sinken kann, wenn es im Körper fehlt. Andere Anzeichen für eine Mangelversorgung mit Vitamin D sind:
Wer häufig an der frischen Luft unterwegs ist und sich der Sonne aussetzt, wird kaum je einen Mangel an Vitamin D zu verzeichnen haben. Aber wer ist schon den ganzen Tag draußen? Selbst Bauern arbeiten heute nicht mehr wirklich auf dem Feld, sondern sitzen gut geschützt auf ihrem Traktor in einer klimatisierten Kabine…
Um etwa 500 Mikrogramm zu produzieren, genügt an einem sonnigen Sommertag bereits eine Stunde Aufenthalt in der Sonne. Zu beachten ist hierbei allerdings der UV-Index, die der Sonne ausgesetzte Hautoberfläche und der Hauttyp. Diese angegebene Menge ist ungefähr das Hundertfache der Menge, die wir mit unserer Nahrung aufnehmen; damit wird der eigentliche Bedarf deutlich!
Ein weiterer, noch gar nicht so lange bekannter Aspekt ist, dass Vitamin D auch prophylaktisch gegen Krebs wirksam ist. Das hat der am Deutschen Krebsforschungszentrum Heidelberg tätige Prof. Dr. Harald zur Hausen (Nobelpreisträger Medizin 2008) neulich noch in einem Vortrag in Krefeld berichtet.

Vitamine in der Natur

Darüber hinaus ist es interessant, dass Vitamine, wie sie in der Natur vorkommen, bereits in wesentlich geringeren Dosen wirksam sind als industriell synthetisierte. So sind zum Beispiel die etwa 5 Milligramm Vitamin C, die in einem Apfel enthalten sind, genau so wirksam wie 1000 Milligramm Vitamin C Reinsubstanz, die man als Pulver zuführt. Wie kann das sein?
In der Natur kommen in einer Frucht, also hier im Beispiel des Apfels, diese Vitamine nie allein vor, sondern immer in Gesellschaft von sogenannten sekundären Pflanzeninhaltsstoffen. Und genau diese Mischung macht’s: diese Substanzen schützen sich alle gegenseitig wie gute Kameraden, indem sie bei Angriff toxischer (giftiger, aggressiver) Substanzen die Schwachstellen, die der Angreifer geschlagen hat, gegenseitig ausgleichen und Lücken schließen.

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