Die Scheurebe

Eine Krefelder Erfindung.

Die Scheurebe hat eine helle Farbe. (Foto: © pixabay.de)
Die Scheurebe hat eine helle Farbe. (Foto: © pixabay.de)

Wussten Sie, dass der Züchter der Scheurebe – Dr. Justus Georg Scheu – ein gebürtiger Krefelder war? Der bekannte Rebzüchter und Winzer
hat aber noch deutlich mehr für den Weinanbau in seinem Wirkungsgebiet Rheinhessen und
darüber hinaus getan.

Aufgewachsen ist Dr. Justus Georg Scheu in Hannover, wo er sich zunächst einer gärtnerischen Ausbildung widmete. Seine Liebe zur Rebe und zum Weinbau entdeckte er ab 1900 während des anschließenden Studiums. Nach dem erfolgreichen Abschluss arbeitete er als Leiter in der Rebzuchtanstalt Alzey, die unter seiner Führung zur Landesanstalt für Rebenzüchtung ausgebaut wurde. Das machte ihn bei den Winzern zu seiner Zeit enorm wichtig und hilfreich.

Zu den Aufgaben der Landesanstalt gehörten die Bereitstellung von gesundem Pflanzmaterial und die Verbesserung von Aufzucht und Anbaumethoden. Aus diesem Grund war Georg Scheu aktiv an der Organisation und dem Aufbau neuer Rebschulen beteiligt. Die dadurch gesicherte Bereitstellung gesunden Pflanzguts stellte eine Neuerung in der Rebzucht dar. Weiterhin trug Scheu mit seiner Arbeit auch wesentlich zur Entwicklung wissenschaftlicher Grundlagen der Rebforschung in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts bei. Er entdeckte 1921 beispielsweise die Blattrollkrankheit bei Weinreben.

Als er 1935 seine Forschungsergebnisse zu diesem Thema veröffentlichte, galt es als Pionierleistung. Denn darin hatte er die Ursache für die Übertragung der Krankheit in einem saftübertragbaren
Virus gefunden. Mittlerweile wurden noch weitere Krankheiten entdeckt, die während des Rebschnitts übertragen werden können. Deshalb wird in befallenen Weinbergen dazu geraten, die Rebschere zwischen dem Schneiden zu desinfinzieren.

Mit der Kreuzung der Scheurebe gelang dem Krefelder aber bereits 1916 sein größter Wurf. Häufig wird diese robuste Rebsorte in den höheren Qualitätsstufen mit Restsüße ausgebaut und bringt so schöne fruchtige Weine (siehe Weinempfehlungen). Aber auch die trocken ausgebauten Varianten haben einen speziellen Reiz. Durch die exotischen Aromen und die möglichen grasigen Noten verschaffen sie der Scheurebe die Rolle des „deutschen Sauvignon Blancs“. Die weiteren Rebsorten aus der Züchtung von Scheu, zu deren bekannteren auch die Huxelrebe zählt, gelten alle als relativ unempfindlich gegen Frost und Pilzkrankheiten, mit denen die Winzer zur damaligen Zeit stark zu kämpfen hatten. Somit stellten diese Sorten quasi eine Einkommenssicherung dar. Nachlesen kann man Scheus Erfahrungen zum Weinbau und der Forschungin seinem 1936 veröffentlichten Buch „Mein Winzerbuch“, das über Jahre als Standardwerk in der Branche galt.

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