Unsere Haut

Im Herbst und Winter benötigt sie eine ganz besondere Pflege

Unsere Haut ist ein empfindliches Organ. (Foto: © pixabay.de)
Unsere Haut ist ein empfindliches Organ. (Foto: © pixabay.de)

Ein erwachsener Mensch hat fast zwei Quadratmeter Haut, die ihn gegen die Außenwelt abschirmt. Das bedeutet aber auch, dass diese Hautoberfläche erheblichen Umweltbelastungen ausgesetzt ist.

Im Sommer schirmt sie uns gegen die UV-Strahlen ab und reguliert durch Schwitzen unseren Wärmehaushalt, sie informiert uns durch sensible Nervenfasern über Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Wind, sie zieht sich bei Kälte zu Gänsehaut zusammen und verhindert, dass Schadstoffe in den Körper eindringen. Wenn im Winter aber die trockene Heizungsluft auf unsere Haut einwirkt, braucht sie besondere Pflege, damit sie nicht austrocknet und schuppig wird. Achten Sie darauf, dass Sie dann eine Hautlotion verwenden, die dem Bedürfnis Ihres Hauttyps angepasst ist, also ob sie mehr oder weniger Fett enthält und auch der Haut genügend Feuchtigkeit zuführt, möglichst mit Harnstoffzusatz. Dieser Harnstoff, eine körpereigene Substanz, hilft unserer Haut, aufgetragene Feuchtigkeit auch zu halten und nicht gleich wieder durch Verdunstung abzugeben. Dies ist wichtig, weil es eine Zeit dauert, bis sich die Haut regenerieren kann. Pflegende Substanzen und Vitamine sollten ebenfalls enthalten sein, dafür möglichst wenig Mineralöle und Silikone, weil diese nicht in die Haut eindringen können, sondern sich nur oben darauflegen. Dies wäre nur dann sinnvoll, wenn die Haut durch Chemikalien belastet wird wie es beispielsweise in einer Autowerkstatt der Fall ist.

Wohltuendes Bad statt Dusche

Gönnen Sie Ihrer Haut ein Bad, die Dusche benutzen Sie am besten im Sommer und nach dem Sport zur schnellen Reinigung. Ein Vollbad aber ist Balsam, sowohl für den ganzen Körper, als auch für Ihre Seele! Nehmen Sie einen Badezusatz mit reinen ätherischen Ölen und nehmen Sie sich eine gute halbe Stunde Zeit. Sie sitzen in einer wunderbaren Duftwolke und Ihre Haut kann sich bestens regenerieren. Danach sollten Sie mindestens ebenso lange ruhen oder schlafen gehen.

Ätherische Öle

Noch ein paar Worte zu den ätherischen Ölen. Der Name „ätherisch“ bedeutet, dass diese Öle verdunsten, also in die Luft verschwinden können. Das griechische Wort „ΑΙΘΗΡ“, gesprochen „aithär“, mit der Betonung auf der letzten Silbe (vgl. Äther) bedeutet: Luft. Andere (fette) Öle wie beispielsweise Raps- oder Olivenöl können nicht verdunsten, sodass sie nicht zu den ätherischen Ölen zählen.
Hinzu kommt außerdem: Ätherischen Öle duften stark und stammen vielfach aus Pflanzen des Mittelmeerraumes. So gibt es unter anderem Thymian-, Rosmarin-, Orangen-, Zimt- oder Eukalyptusöle. In den Pflanzen selber dienen die Öle der Pilz-, Schädlings- oder Bakterienabwehr und fungieren als Lockstoff für Insekten (Bestäubung). Wir Menschen machen uns die mannigfaltigen Wirkungen gern zunutze. Ätherische Öle werden vorrangig in der Aromatherapie eingesetzt, wir finden sie aber auch in verschiedenen Arzneimitteln. Eukalyptus- und Thymianöl eignen sich beispielsweise zur Schleimlösung, Kamillenextrakt wirkt desinfizierend und vorbeugend gegen Entzündungen.
Bei der Aromatherapie wird ein Gemisch aus Wasser und einigen Tropfen ätherischen Ölen verdunstet. Dessen Geruch wird eingeatmet und gelangt so in den Blutkreislauf, wo die ätherischen Öle je nach Typ ihre Wirkung entfalten können.
Ein wesentlicher Aspekt ist aber auch die Beeinflussung der Psyche. Jeder kann sich leicht vorstellen, dass sich durch den Duft eine besondere Stimmung erzeugen lässt, wie wir es alle von den Räuchermännchen aus dem Erzgebirge kennen. Wer denkt denn bei Tannenduft nicht an Weihnachten?
Es ist also ganz deutlich: Die Übergänge vom Gewürz in der Küche über die Einwirkung als Duftöl bis hin zu arzneilichen Wirkstoffen sind fließend und von der Konzentration und dem Reinheitsgrad abhängig. So können wir mit Thymian nicht nur unsere Kartoffeln würzen, sondern in Form von Thymianöl auch eine Bronchialverschleimung lösen. Hierbei ist die Haut oder die Schleimhaut (Nase, Mund) der Ort, an dem die ätherischen Öle in den Körper übertreten.
Ihr Apotheker, Karl Bedau

Wussten Sie schon…?

  • Die menschliche Haut besteht aus drei Schichten. Die oberste Hautschicht – Epidermis – ist eine Hornschicht aus toten Zellen, die unseren Körper vor der äußeren Umgebung schützt.
  • Die Dermis (Lederhaut) sorgt für die Elastizität unserer Haut und die Unterhaut – Subcutis – fungiert als Wasser- und Blutreservoir.
  • Die oberste Hautschicht (Epidermis) regeneriert sich etwa 1.000 mal in unserem Leben. Der Hauterneuerungsprozess dauert somit ungefähr einen Monat.
  • Die Haut macht bis zu 1/5 unseres gesamten Körpergewichts aus, obwohl sie nur 1–4 mm dick ist.
  • Trockene Haut verfügt über zu wenig Feuchtigkeit, weil sie nicht genügend Talg (festes Körperfett) produziert.
  • Zehn Milliarden Hautschuppen fallen jeden Tag von uns ab. Das entspricht einem Gewicht von etwa 10 Gramm.
  • Zahnpasta ist entgegen vieler Gerüchte kein Pickel-Killer. Hilfreich gegen Hautunreinheiten ist hingegen Heilerde. Eine regelmäßige Hautpflege wirkt ebenfalls vorbeugend.
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