Cholesterin

Viele Mythen ranken sich um den Cholesterinspiegel. Aber was davon stimmt?

Cholesterin, Edeka Kempken
Wissenswertes über dem Cholesterinspiegel (Foto: Pixabay)

Hört man das Wort Cholesterin, schießen einem unmittelbar Bilder von Frühstückseiern in den Kopf. Kein Wunder. Schließlich haben zahlreiche Studien in den 80er Jahren einen Zusammenhang zwischen dem im Ei enthaltenen Cholesterin und einem Herzinfarkt-Risiko hergestellt. Folglich ging – auch auf Anraten vieler Ärzte – der Eierkonsum in den nächsten Jahren merklich zurück, bis das Ei 2005 vom deutschen Frühstückstisch nahezu verschwunden war.

In jüngster Zeit liest man hingegen immer häufiger Artikel mit Überschriften wie „Freispruch für das Ei“ oder „Mediziner geben Entwarnung“. Aber woher kommt der Sinneswandel?

Gutes und böses Cholesterin

Cholesterin ist ein fettähnlicher Stoff,  der notwendig für zahlreiche Körperfunktionen ist. Der Großteil des Cholesterins – etwa 75 % – wird von der Leber, also im eigenen Körper, produziert, der Rest wird durch Nahrung aufgenommen.

Ist der Cholesterinwert zu hoch, kann es zu Gesundheitsproblemen wie Herzinfarkten oder Schlaganfällen kommen.

Dabei ist der allgemeine Begriff „Cholesterin“ nur bedingt zutreffend. Man unterscheidet zwischen dem LDL-Cholesterin – dem „bösen“ – und dem HDL-Cholesterin – dem „guten“ Cholesterin.
Ist der Wert des ungesunden LDL-Cholesterins zu hoch, kann sich dieses mit der Zeit ablagern, verhärten und zu Plaque (Belägen) in den Schlagadern (Arterien) führen. Das Verstopfen der Arterien verringert den Blutdurchfluss und begünstigt das Bilden von Blutgerinnseln. Entstehen diese in den Herzkranzgefäßen, kann das zu einem Herzinfarkt führen, entstehen sie im Gehirn, zu einem Schlaganfall. Auch in anderen Organen wie der Niere sind verstopfte Arterien gefährlich.

Das „gute“ Cholesterin HDL wird hingegen in der Leber wieder abgebaut und kann sich daher nicht ansammeln. Zusätzlich hilft es dabei, das angesammelte LDL zu entfernen. Neben diesen beiden Cholesterinen gibt es noch eine dritte Fettart im menschlichen Körper – die Triglyzeride. Alle nicht verbrauchten Kalorien werden im Körper in Triglyzeride umgewandelt, das wiederum im Fettgewebe gespeichert wird. Triglyzeride machen damit den Hauptbestandteil des Körperfettes aus. Von einem risikobehaft eten Cholesterinwert spricht man also, wenn der LDL-Wert sowie der Triglyzeride-Wert hoch und der HDL-Wert niedrig ist.

Die richtige Ernährung

Häufig sind diese Werte bereits erblich bedingt – schließlich wird der Großteil des Cholesterins im Körper produziert. Doch auch unsere Ernährung kann den Cholesterin-Wert beeinflussen. Also ist das Ei mit seiner hohen Cholesterin- Menge doch ungesund?

Ganz so einfach ist es nicht. Denn nehmen wir mehr Cholesterin über unsere Nahrung auf, produziert der Körper weniger eigenes Cholesterin, sodass sich die Werte nur gering verändern. Problematischer scheinen hier die gesättigten Fettsäuren zu sein, die vor allem den Triglyzeride-Wert beeinflussen. Gesättigte Fettsäuren sind feste Fette, die vorwiegend in tierischen Produkten wie Fleisch, Butter oder Käse vorkommen. Aber keine Angst.

Selbstverständlich müssen Sie jetzt nicht auf Ihr tägliches Käsebrot oder Ihre Currywurst verzichten. Bei einer ausgewogenen Ernährung stellt auch die Aufnahme von gesättigten Fetten kein Problem dar. Achten Sie allerdings darauf, gleichzeitig genügend Ballaststoffe, ungesättigte Fettsäuren und Eiweiß zu sich zu nehmen. Auch zuckerhaltige Lebensmittel wie Kuchen oder Gebäck können ohne schlechtes Gewissen verzehrt werden, sofern Sie dies in Maßen tun.

Cholesterinspiegel senken

Sollte der Körper von sich aus bereits zu viel Cholesterin produzieren, kommt man häufi g nicht um cholesterinsenkende Medikamente – sogenannte Statine – herum. Diese Arzneistoffe sind allerdings verschreibungspflichtig, d. h. nur auf Rezept zu bekommen, sodass auf jeden Fall der Arzt oder Apotheker zur Abwägung der Notwendigkeit und Beratung vorgeschaltet werden muss. Zusätzlich sollten Sie auf ausreichend Bewegung und eine gesunde, abwechslungsreiche Ernährung achten sowie Stress und Übergewicht vermeiden.

Wann genau Ihr Cholesterinspiegel zu hoch ist, lässt sich ohne eine individuelle Diagnose kaum sagen. In den vergangenen Jahren wurde der Richtwert für Cholesterin immer weiter gesenkt. Dabei ist die kritische Grenze von Mensch zu Mensch unterschiedlich und hängt insbesondere von anderen Krankheitsbildern ab, weil der Cholesterinwert nur ein Risikofaktor unter mehreren möglichen ist. Auch hier gilt: Sprechen Sie mit Ihrem Arzt!

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