Grüner Spargel

Steht eigentlich gar nicht im Schatten des weißen Spargels.

grüner Spargel Edeka Kempken
100.000 t Spargel werden jedes Jahr in Deutschland geerntet. (Foto: pixabay) 8% davon ist grüner Spargel. (Foto: pixabay)

Mit 8 % des in Deutschland geernteten Spargels genießt die grüne Variante weitaus weniger Popularität als sein weißer Gegenspieler. Doch das war nicht immer so und  ist es auch heute in vielen Ländern nicht.

Grüner Spargel – 5000 Jahre alt

Abbildungen von Spargel lassen vermuten, dass schon die Ägypter vor 5000 Jahren von unserem grünen Stangengemüse wussten. Etwa 400 v. Chr. erhielt der „Asparagus officinalis“ seine erste schriftliche Erwähnung als medizinisches Mittel. Die Griechen sprachen ihm eine heilende Wirkung nach und schätzten ihn als harntreibendes Mittel.

200 v. Chr. waren es allerdings die Römer, die ihn das erste mal großflächig kultivierten. Noch heute sind Anleitungen zum Anbauverfahren von damals überliefert. Die Römer waren es auch, die ihn wahrscheinlich erstmals über die Alpen nach Mitteleuropa brachten. Im 16. Jahrhundert wurde der Spargel mittlerweile fast überall angebaut, besonders in Klostergärten, aber auch da galt er noch immer vorrangig als Heilmittel oder als spezieller Genuss für Könige und Fürsten.

Erst ab dem 20.Jahrhundert stieg die Nachfrage nach dem Spargel enorm. Das senkte den Preis erheblich und endlich war er auch für den Normalbürger erschwinglich. Trotz allen Versuchen die Spargelernte zu erleichtern und so den Preis weiter zu senken, erfolgt sie auch heute noch ausschließlich per Hand.

Weißer Spargel – 180 Jahre alt

Den weißen Spargel (Bleichspargel) können wir heute nur durch einen glücklichen Zufall um 1840 in Deutschland genießen. Angebrachte Tonhauben, die den grünen Spargel vor Ungeziefer schützen sollten, schirmten den Spargel vor Sonnenlicht ab und ließen ihn erbleichen. Die zarte Farbe und der veränderte Geschmack gewannen schnell an Beliebtheit, sodass der Spargel zukünftig auch ganz gezielt unterirdisch angebaut wurden.

In Deutschland verschwand der grüne Spargel somit zusehends vom Mittagstisch und der Siegeszug des Bleichspargels begann. In anderen Ländern wie England oder den USA sieht das hingegen anders auch; hier wird auch heute noch der ursprüngliche grüne Spargel bevorzugt. In den letzten Jahren konnte der grüne Spargel seine Verkaufszahlen aber auch in Deutschland wieder verdoppeln, Experten rechnen daher mit einem grünen Revival.

Was gibt dem grünen Spargel seine Farbe?

Ist grüner Spargel grün, weil er im Gegensatz zum weißen Spargel nicht in Deutschland wächst? Oder weil er noch nicht reif ist? Oder vielleicht überreif? Könnte es sein, dass der weiße Spargel nur von der Lebensmittelindustrie gebleicht wurde, um ihn ansehnlicher zu machen? Falsch gedacht – die Antwort findet sich direkt auf dem Spargelfeld:

Für Bleichspargel werden Erdhügel angelegt, sogenannte Dämme, die zusätzlich mit Folie abgedeckt werden, um das Gemüse vor der  Sonne zu schützen. Er wächst also komplett unter der Erde und wird geerntet, sobald die ersten Spitzen aus dem Boden herausragen.

Grüner Spargel hingegen wächst nicht nur schneller, sondern auch von Beginn an oberhalb der Erde. Das heißt: Der grüne Spargel betreibt Photosynthese und bildet den natürlichen Farbstoff Chlorophyll. Der gibt dem Spargel
nicht nur seine typische grüne Farbe, sondern auch die vielen, gesunden Vitamine. Je grüner also der Spargel, desto mehr Sonnenlicht hat er abbekommen.

Stimmt ‘s ?

Grüner Spargel muss nicht geschält werden?

Viele schätzen grünen Spargel, weil er leichter zuzubereiten ist, dazu zählt auch, dass er nicht geschält werden muss. Zwar gibt es in vielen Supermärkten – so auch bei Edeka Kempken – Spargelschälautomaten, doch ist bereits geschälter Spargel nicht mehr so lange haltbar wie ungeschälter.

Bei grünem Spargel kann der untere Teil allerdings noch etwas weißlich sein, wenn dieser nicht genügend Sonne abbekommen hat. Schälen Sie den weißen Bereich oder schneiden ihn einfach ganz ab. Achten Sie außerdem darauf, den ungeschälten Spargel gründlich zu waschen.

 

Grüner Spargel ist gesünder als weißer Spargel?

Eins ist klar: Sowohl grüner als auch weißer Spargel sind überaus gesund. Er enthält wenig Fett und Kalorien und ist daher bei Diäten sehr beliebt. Hinzu kommen zahlreiche wichtige Vitamine, Mineralstoffe und Eiweiß.

Tatsächlich ist der grüne dem Bleichspargel gesundheitlich aber noch etwas überlegen. Durch die Sonneneinstrahlung enthält dieser noch mehr Vitamin C und Betacarotin (Vitamin A), das wir vor allem in Möhren schätzen. Doch sollte man auch beim Griff zum weißen Spargel kein schlechtes Gewissen haben, mit beiden Varianten machen Sie nichts falsch.

 

Grüner Spargel hat länger Saison als weißer Spargel?

Eins ist klar: Sowohl grüner als auch weißer Spargel sind überaus gesund. Er enthält wenig Fett und Kalorien und ist daher bei Diäten sehr beliebt. Hinzu kommen zahlreiche wichtige Vitamine, Mineralstoffe und Eiweiß.

Tatsächlich ist der grüne dem Bleichspargel gesundheitlich aber noch etwas überlegen. Durch die Sonneneinstrahlung enthält dieser noch mehr Vitamin C und Betacarotin (Vitamin A), das wir vor allem in Möhren schätzen. Doch sollte man auch beim Griff zum weißen Spargel kein schlechtes Gewissen haben, mit beiden Varianten machen Sie nichts falsch.

 

Herber Geschmack & Kurze Garzeit

grüner Spargel ist sehr gesund und kann auch mit Schale gegessen werden. (Foto: pixabay)

Nicht nur optisch, sondern auch geschmacklich unterscheidet der grüne Spargel sich vom Bleichspargel:

Er schmeckt etwas kräftiger und „gemüsiger“. Wer es etwas herber mag, ist mit dem grünen Gemüse daher gut beraten, etwas abschwächen kann man den Geschmack mit einer Prise Zucker im Wasser, diese entzieht dem Spargel seine Bitterstoffe.

Beim Kochen können die grünen Stangen punkten, denn durch ihre dünne Form haben sie meist eine kürzere Garzeit (ca. 8 Minuten) und werden deshalb auch gerne zum Grillen oder Braten benutzt.

 

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