So (un)beliebt ist Brokkoli wirklich

Wie viel Brokkoli essen die Deutschen? Und George H. W. Bush mit Brokkoli zu tun?

Brokkoli wird aufgrund seiner nährhaften Inhaltsstoffe auch gerne als "Superfood" bezeichnet. (Foto: Pixabay)
Brokkoli wird aufgrund seiner nährhaften Inhaltsstoffe auch gerne als "Superfood" bezeichnet. (Foto: Pixabay)

Bringen Sie Ihren Kindern das Brokkoli-Essen bei

Kein Witz: Lachanophobie ist die offiziell anerkannte Angst vor Gemüse, unter der allerdings nur wenige Menschen weltweit leiden. Dennoch kann die Abneigung, die viele Kinder gegenüber Gemüse, insbesondere Brokkoli, haben, die Eltern zur Verzweiflung bringen. Das liegt an den unterschiedlichen Geschmackssinnen von Erwachsenen und Kindern. Kinder mögen am liebsten Süßes. Außerdem wird der mit vielen Bitterstoffen versehene Brokkoli vom Körper instinktiv als gefährlich eingestuft, was dazu führt, dass einige Kinder sich vehement gegen Brokkoli wehren und dafür sogar einen plausiblen Grund haben.

Doch jetzt die gute Nachricht: Geschmäcker ändern sich und lassen sich bewusst beeinflussen. Häufig ist ein wiederholtest Probieren nötig, damit man etwas mag. Entscheidend hierbei ist nicht nur der eigentliche Geschmack, der auf der Zunge und im Rachen wahrgenommen wird. Viele weitere Faktoren wie die Konsistenz, die Temperatur, die Farbe, das Aussehen oder die kulturelle Akzeptanz beeinflussen, was wir mögen oder nicht mögen.

Versuchen Sie es also nicht mit Argumentieren oder dem Hinweis, dass Brokkoli gesund ist, das wird Ihre Kinder nicht sonderlich beeindrucken. Gehen Sie stattdessen mit gutem Beispiel voran und ernähren Sie sich voller Freude von Brokkoli; das wird Ihre Kinder beeindrucken. Oder Sie tricksen Ihr Kind ein bisschen aus, sodass es sich unbewusst an den Geschmack gewöhnt: Pürieren Sie doch mal den Brokkoli und machen eine leckere Suppe daraus oder belegen Sie einen Burger statt mit Fleisch mit einem Brokkoli-Bratling.

43000 Tonnen

43 000 Tonnen Brokkoli, also 43 mio. Kilogramm verzehren die Deutschen jährlich. Etwa 1/3 davon stammt aus heimischem Anbau, der Rest wird aus unterschiedlichsten Teilen der Welt importiert – USA, Asien, Europa.

Was erst einmal nach einer Riesenmenge Brokkoli klingt, verliert bei der Pro-Kopf-Zahl an Wirkung. Nur ein Brokkolikopf (500 g) landet in einem gesamten Jahr durchschnittlich auf dem Teller. Zum Vergleich: Blumenkohl ist – rein von den Zahlen her – vier mal so beliebt, Kartoffeln sogar mehr als 100 mal (mehr als 50 kg isst jeder Deutsche jährlich).

Etwas positives gibt es für den Brokkoli aber dennoch: Das Kohlgemüse wird hauptsächlich von jungen Menschen gekauft und verspeist und kann daher guten Mutes in die Zukunft schauen.

Brokkoli in der amerikanischen Politik

Auf einer Pressekonferenz im März 1990 machte George H. W. Bush eine für Präsidenten ungewöhnliche Aussage: „Ich mag keinen Brokkoli. Und ich mochte ihn nicht seit ich klein war und meine Mutter mich zwang, ihn zu essen. Und ich bin Präsident der Vereinigten Staaten und ich werde keinen weiteren Brokkoli essen.“ 23 Jahre später (2013) schlug der damalige US-Präsident Barack Obama eine andere Richtung ein. Bei einem Anti-Fettleibigkeits-Dinner nannte er den anwesenden Kindern seine Lieblingsspeise: Brokkoli. Dabei ist allgemein bekannt, dass Obama eher auf Burger und Hot-Dogs steht, statt auf gesundes Gemüse. Tja, einen Versuch war‘s wert.

Brokkoli im japanischen Disney-Film

Der aus den USA stammende Film „Alles steht Kopf“ musste für die Ausstrahlung in Japan in einem kleinen aber feinen Detail abgeändert werden. Denn im Gegensatz zu vielen westlichen Ländern ist Brokkoli bei japanischen Kindern alles andere als unbeliebt. In einer Szene, in der ein kleines Mädchen von ihrem Vater dazu gedrängt wurde, Brokkoli zu essen, wurde der Brokkoli daher ausgetauscht. An seine Stelle tritt grüne Paprika, anscheinend nicht so beliebt in Japan.

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