Samt & Seide

Der Rennstall aus dem Herzen Krefelds.

Die Mitglieder des Stalles Samt und Seide mit Trainer Mario Hofer und Stute Panoramica. (Foto: Guido Schmitt)
Die Mitglieder des Stalles Samt und Seide mit Trainer Mario Hofer und Stute Panoramica. (Foto: Guido Schmitt)

Über 40 Jahre existiert der Galopp-Rennstall „Samt und Seide“ bereits.  Der Name lässt es schon vermuten: Gegründet und auch heute noch aktiv ist er in Krefeld. Aber wie kommt man auf die Idee, ein Rennstall zu gründen und was bewegte die heute zehn Mitglieder dazu, sich einer solchen Vereinigung anzuschließen?

Was genau macht ein Rennstall eigentlich?

Der Begriff „Rennstall“ kann unterschiedlich verwendet werden. Häufig besteht ein Rennstall unter anderem aus Besitzer, Trainer, Jockey, Pferdepflegern, Pferden und Ställen in der Nähe einer Pferderennbahn. Ginge man nach dieser Definition, so handelt es sich bei „Samt und Seide“ gar nicht um einen Rennstall, sondern vielmehr um eine Rennsportvereinigung. Gemäß dem Duden steht ein Rennstall allerdings auch für den Bestand an Rennpferden eines Besitzers. Und das trifft auf die Krefelder Gruppe schon eher zu.

Und damit sind wir der Frage, was der Rennstall Samt und Seide macht, schon etwas näher. Gegründet wurde er 1977 von einer Hand voll Pferdefanatikern und Tierliebhabern. Geteilt haben sie den Traum, nicht nur als Zuschauer, sondern aktiv an einem Pferderennen teilzunehmen. Aktiv in dem Sinne, dass sie ein eigenes Pferd an den Start bringen. Wären da nur nicht die hohen Kosten für den Unterhalt eines guten Rennpferdes. Heute müssen dazu monatlich mehrere tausend Euro aufgebracht werden und auch damals waren die Summen enorm.

Was macht man also? Man schließt sich zusammen und teilt sich die Kosten für das Pferd sowie die eventuell anfallenden Siegesprämien. Ein Gründungsmitglied ist auch heute noch dabei, wenn sich die mittlerweile zehn Mitglieder über ihr liebstes Hobby austauschen und sich samstags zum Training auf der Rennbahn treffen und die entspannte Atmosphäre genießen. Gemeinsam unterhalten sie die Stute Panoramica, ein – wie sich später zeigen sollte – wahrer Glücksgriff.  Abhängig von verschiedensten Faktoren wie dem Wetter, der Kondition oder dem gesundheitlichen Zustand geht ein Pferd pro Jahr etwa acht mal an den Start. Und schon beim ersten Rennen in diesem Jahr überraschte Panoramica ihr gesamtes Umfeld durch einen souveränen Sieg. Denn eigentlich war der Start auf der Rennbahn nur zum „Lernen“ gedacht. Von den bisher sieben Rennen gewann sie drei, bei weiteren drei brachte sie ebenfalls Geld mit nach Hause – ein beachtlicher Erfolg, der so nur überaus selten in der Pferderennwelt vorkommt.

Der Zusammenschluss der Pferdefreunde kann daher positiv in die Zukunft blicken. Wie lange ein Pferd an Rennen teilnimmt, lässt sich so pauschal nicht sagen. Mal sind es drei Jahre, mal 15. Nach der sportlichen Karriere werden die Tiere dann häufig weiterverkauft, da sie für die Züchtung überaus begehrt sind. Dass aber auch ein anderes Schicksal auf die Pferde warten kann, zeigt das ehemalige Rennpferd Anid. 1999 reisten die Krefelder mit ihrem Clubpferd in die Schweiz zu den mondänen Schneerennen auf dem gefrorenen St. Moritz See. Dabei schlug sich der Wallach mit einem vierten und einem dritten Platz ausgezeichnet. Heute genießt Anid seinen Lebensabend auf einem Reiterhof am Niederrhein und dient einem der ehemaligen Samt und Seide-Mitgliedern als braves Reitpferd.

Teures Hobby oder unterschätzte Goldgrube?

Zusammen mit den Auktionsgebühren sowie Transport- und Reisekosten lag der endgültige Kaufpreis für die neue Stute Panoramica bei 5.000 Euro. Hinzu kommen die monatlichen Unterhaltskosten von mehreren tausend Euro. Zwar kann der Rennstall diese Kosten durch zehn teilen, ein teures Hobby bleibt es aber dennoch. Oder?

Gegenüberstellen lassen sich die Prämieren für gewonnene Siege. Eine solche Prämie reicht von 2 500 € bis 250 000 € – je nach Niveau der Rennpferde. Panoramica rennt momentan um Gewinne in Höhe
von 6 000 – 8 000 €. Für dieses Jahr sieht es also ganz gut aus für die Samt und Seidenstädter, doch das muss nicht immer so sein, erzählt Teammitglied Jürgen Hitzegrad:
„Wir betreiben den Rennstall nicht, um damit viel Geld zu verdienen, sondern lediglich als Hobby. Mal hat man Pech, mal hat man Glück. Mal hat man am Ende des Jahres ein paar Euro mehr auf dem Konto, meistens aber weniger. Aber bei welchem Hobby sieht das auch großartig anders aus?“

Rennstall Hofer

Wo es tatsächlich anders aussieht? Bei Pferdetrainer Mario Hofer und seinem erfolgreichen Rennstall. Jedoch kann hier zweifelsfrei nicht von einem Hobby die Rede sein. Die Mario Hofer Trainings GmbH kümmert sich um die Pferde von Rennsportvereinigungen wie Samt und Seide.

Ganz konkret: Die zehn Mitglieder von Samt und Seide beauftragen Hofer, ihr Pferd in Obhut zu nehmen, für die medizinische Versorgung, das Training, das Futter, den Stall, die Rennvorbereitung und den Jockey zu sorgen – quasi ein Rundum-Sorglospaket. Und das macht Mario Hofer so gut wie kaum ein anderer in Deutschland. Der seit 25 Jahren in Krefeld lebende Trainer gewann mit den von ihm trainierten Pferde mehr als 2 200 Rennen. Auf der ewigen Bestenliste belegt er Platz 4.

In seinem Rennstall finden sich momentan 70 – 80 Pferde. Jeden Samstag kann man sich beim Tag der offenen Tür an seinem Rennstall von seinen Methoden und seinem liebevollen Umgang mit den Pferden überzeugen. Und das scheint sich zu lohnen. Pro Jahr gewinnen die von ihm trainierten Pferde mehr als eine Million Euro Gewinnsumme.

Kategorie:

Soziales

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