Verführerische Zuckerdops

Auf der ganzen Welt werden sie gekaut und gelutscht: Doch wie viel wissen wir eigentlich über Bonbons?

Wieviel wissen wir eigentlich über die beliebten Süßigkeiten? (Foto: Pixabay)
Wieviel wissen wir eigentlich über die beliebten Süßigkeiten? (Foto: Pixabay)

Medizinisch gut

Noch bevor Zucker erstmals hergestellt wurde,fertigte man bereits im römischen Reich, im antiken China und Griechenland kleine Süßwaren aus Honig an. Erst um das Jahr 600 wurde in Persien Fruchtsaft mit dem entdeckten Zucker vermischt und begeisterte rasch als Süßigkeit die Fürstenhäuser Arabiens. Handelsreisende aus Indien brachten den Zucker als Erstes nach Europa, wo er zunächst fast ausschließlich Einsatz in Apotheken fand. Ursprünglich gedacht, um bittere Medizin in Apotheken schmackhafter zu machen, erfreuten sich die kleinen Drops immer mehr der Beliebtheit der Bürger.

Apotheken-Streit

Um 1500 wurde durch den weltweiten Anbau von Zuckerrüben der weiße Zucker, der bisher eine Luxusware war, endlich erschwinglicher und auch immer mehr Konditoren versuchten sich an der Bonbonherstellung. Franz Stollwerck, der erste industrielle Bonbonhersteller Deutschlands, löste damit 1841 sogar einen Rechtsstreit aus, als die Apotheker das alleinige Recht der Herstellung für sich beanspruchen wollten. Stollwerck gewann und ebnete damit den Weg für ein süßeres Deutschland. Heute finden wir Bonbons normalerweise im Supermarkt, doch Apotheken dürfen noch immer alle Waren vertreiben, die, wenn auch nur in kleinem Maße, der Gesundheit dienen. Die Hals-, Husten- und auch Pfefferminzbonbons werden zuweilen unter dem Begriff „Wirker“ zusammengefasst.

Bon! Bon!

Kindermund tut ja bekanntlich Wahrheit kund. So auch im Falle der Bonbons. Laut einer Erzählung stammt der Name der bunten Süßware nämlich von jenen kleinen Rackern. Als König Henri IV. 1572 seine Hochzeit feierte, bot er seinen Gästen nämlich die teure Delikatesse an. Begeistert riefen die französischen Kinder schnell: „Bon! Bon!“ (französisch für gut/toll). Hierzulande ist das Konfekt auch bekannt als Kamelle, Klümpchen, Zuckerl (Österreich) oder Dröpsli (Schweiz).

Süßwarentechnologe

Was 1980 noch Bonbonkocher oder Bonbonmacher hieß, nennt sich seit 2014 Süßwarentechnologe und ist ein anerkannter Ausbildungsberuf. Dieser umfasst mittlerweile jedoch auch die Herstellung von Schokolade, Speiseeis und anderen Knabberartikeln. Die einzige Berufsschule, die diesen Kurs in Deutschland anbietet, steht übrigens in Solingen. In einem traditionellen Betrieb braucht es hier für das Kneten und Ziehen einer Bonbonmasse ganz schön Kraft sowie die Freude am Experimentieren. In Großbetrieben benötigt man hingegen technisches Know-how für das Bedienen der großen industriellen Anlagen.

Vollkommen abgedreht

Bonbons mit Hundefutter-Geschmack

Die Firma Jelly Belly aus den USA bietet kleine Kaubonbons in den verschiedensten Geschmackssorten an, die sich eher für Mutproben eignen als zum Genuss. Zwischen Kokusnuss und Birne finden sich hier zum Beispiel auch stinkende Socke, Nasenpopel, Hundefutter und gemähtes Gras. Na dann mal guten Appetit.

Bonbons als Alternative zum Deoroller

Klingt komisch, geht aber! Wenzislaw Peyschew aus Südbulgarien hat ein Bonbon erfunden, das zu süßem Duft führen soll. Das „Deo Perfume Candy“ enthält Geraniol, einen in Rosenöl enthaltenen Stoff, der nicht von unserem Körper verdaut, sondern direkt über die Haut abgegeben wird. Der dabei austretende, angenehme Geruch soll je nach Bonbonmenge bis zu 6 Stunden anhalten.

Bonbons mit Skorpion-Füllung

In London verkauft Todd Walton, Chef der Firma „edible“, Lutscher, Bonbons und Schokolade der etwas anderen Art. Oder haben sie schon mal einen Lutscher mit echtem Skorpion als Füllung oder Mehlwürmer mit Schokolade gesehen? Der Hersteller möchte jedoch alles andere als Kunden schocken, sondern ihren Horizont erweitern und ihnen Geschmäcker nahebringen, die noch heute von eingeborenen Völkern geschätzt werden.

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