Warenkunde Salat

Alles rund um das beliebte Gemüse

Foto: Pixabay
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Ist Salat wirklich so gesund?

„Klar!“, werden Sie jetzt denken. Fest sitzt die Vorstellung vom Salat als Vitaminbombe. Doch ganz so klar ist das gar nicht.

Klar ist aber, Salat – insbesondere der in Deutschland beliebte Kopfsalat – besteht zu 95% aus Wasser. Das macht Salat vor allem bei Diäten besonders beliebt, da durch den hohen Wasseranteil nur wenig Kalorien enthalten sind und wir somit den Magen sehr kalorienarm füllen können. 100 g Eisbergsalat enthalten beispielsweise nur zehn Kalorien. Natürlich kommt noch das Salatdressing oben drauf. Und darauf sollten Sie auch selbst in der Diät nicht verzichten. Denn ohne zusätzliches Fett können die fettlöslichen Vitamine (A, D, E, K) des Salates nicht aufgenommen werden.

Und damit wären wir auch schon beim Knackpunkt der Diskussion, wie gesund Salat wirklich ist: den Vitaminen, Mineral- und Ballaststoffen.

Ernährungswissenschaftler weisen darauf hin, dass Gemüse in der Hinsicht häufig die bessere Wahl ist, da wir quantitativ mehr Gemüse als Salat essen und somit auch mehr wichtige Nährstoffe zu uns nehmen. Dabei unterscheiden sich die Inhaltsstoffe der verschiedenen Salatsorten untereinander sehr stark. Der in Deutschland beliebte Eisbergsalat schneidet in dieser Disziplin tatsächlich nicht sonderlich gut ab. Besser aufgestellt sind Salate wie der Feldsalat, Endivien oder Löwenzahn.

Grundsätzlich können Sie sich merken: Je dunkler die Blätter, desto höher ist der Bitterstoffanteil und umso höher ist der Gehalt wertvoller Inhaltsstoffe.

Lagerung

Im Regelfall lässt sich jeder Salat einige Tage lagern, ohne dabei Vitamine oder Mineralstoffe zu verlieren. Am wohlsten fühlt der Salat sich im Gemüsefach des Kühlschranks. Damit er nicht ungeschützt vor der trockenen Kälte ist, können sie ihn in einen Plastikbeutel geben und mit einer Gabel ein paar mal einstechen. Achten Sie darauf, dass der Plastikbeutel für Lebensmittel geeignet ist.

Eine andere Möglichkeit: ein Tuch mit sehr stark verdünntem Essig oder Zitronensaft tränken und damit den Salat umwickeln. Anschließend wie gehabt in das Gemüsefach des Kühlschranks legen. Lagern Sie den Salat allerdings nicht neben Tomaten oder Obst, da diese Ethylen abgeben, was zu brauen Stellen im Salat führt und seine Lagerzeit verkürzt.

Haben Sie den Salat bereits gewaschen, legen Sie den Salat in einen verschließbaren Plastikbehälter. Dabei ist es wichtig, den Salat vor dem Verschließen gut abtropfen zu lassen.

Verzehr

Vor dem Verzehr sollten Sie den Salat gründlich unter fließendem Wasser waschen. Bei einem Bad in Wasser gehen hingegen viele wichtige Vitamine verloren; darauf sollten Sie also verzichten.

Bezüglich der Zubereitung und Kombination der verschiedenen Salatsorten hat jeder sicherlich seine persönlichen Vorlieben. Im Hinterkopf sollten Sie allerdings folgendes behalten: Eine Kombination des Salates mit Fett und Eiweiß erhöht die Bekömmlichkeit, weil die Rohkost so besser vom Magen verarbeitet werden kann. Außerdem kann der Körper nur so die fettlöslichen VItamine A, D, E und K aufnehmen.

Eisbergsalat

Eisbergsalat (Foto: Pixabay)Der Eisbergsalat zählt zu den Trends, die aus den USA kommend in Deutschland begeistert aufgegriffen wurden. Besonders beliebt ist er wegen seiner langen Haltbarkeit und seinen knackigen Blättern. Eisbergsalat benutzen wir daher häufig für Buffets, in Sandwiches und Burgern, als Hauptbestandteil in gemischten Salaten oder als leichte Beilage mit wenig Kalorien. Denn Eisbergsalat enthält lediglich zehn Kalorien auf hundert Gramm.

Doch wenn Ernährungswissenschaftler sagen, dass Salat allgemein überschätzt wird, meinen sie damit häufig den Eisbergsalat, oder kurz Eissalat. Denn Eissalat enthält – auch verglichen mit anderen Salatsorten – wenige Nährstoffe.

Doch das sollte uns natürlich nicht davon abhalten, den knackigen und saftigen Salat auch weiterhin als leichte Kost zu genießen. Unsere Burger werden es uns danken.

Endivie

Endivie (Foto: Pixabay)Im Jahr 2005 wurde die Endivie vom Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt e.V. zum „Gemüse des Jahres“ gekürt. Und das vollkommen zu Recht.

Der Salat ist heutzutage fast ganzjährig, vor allem von Mai bis Dezember, erhältlich und kann sowohl roh als Salat als auch warm (wie beispielsweise Spinat) verzehrt werden. Angebaut wird er unter anderem in Deutschland und Frankreich.

Endivie verfügt über einen hohen Anteil an Mineralien wie Kalium und Kalzium sowie einige Vitamine, vor allem Folsäure und Vitamin A. Auch der Gehalt an Ballaststoffen ist mit 15 g/kg beträchtlich.
Einigen schmeckt der Endiviensalat allerdings etwas zu bitter. Doch das sollte kein Problem darstellen. Legen Sie die Blätter kurz in lauwarmes Wasser. Dadurch verlieren sie etwas von ihrem herben Geschmack.

Löwenzahn

Löwenzahn (Foto: Pixabay)Löwenzahn kennt man in erster Linie aufgrund der gelb blühenden Blüten an Wegesrändern und da, wo man eigentlich keine Pflanzen haben möchte. Doch Löwenzahn ist alles andere als Unkraut. In der Küche erfreut es sich immer höherer Beliebtheit. Seine Blätter schmecken leicht bitterwürzig und vereinen Rucola, Chicoree und Kopfsalat in einem. Der etwas herbe Geschmack lässt sich durch ein bisschen Sahne im Dressing etwas reduzieren.

Der Vorteil: Löwenzahn können Sie sogar selber in Parks und auf Wiesen sammeln, am besten schon im Frühjahr, wenn die Blätter noch nicht so bitter sind wie im Hochsommer. Achten Sie außerdem darauf, nur Löwenzahn von nicht gedüngten Flächen und fernab von großen Straßen zu sammeln. Dann können Sie problemlos die vielen Inhaltsstoffe und die ätherischen Öle des ungewöhnlichen Salates genießen. Ein Versuch ist es wert.

Feldsalat – der Vitaminkönig

Im Vitamin-Check hängt der Feldsalat seine Konkurrenz ab, sofern man die anderen Salatsorten als Konkurrenz bezeichnen mag. Mit 38 mg / 100 g ist der Feldsalat absoluter Spitzenreiter bei der Menge an Vitamin C und deckt somit 1/3 des Tagesbedarfs ab. Zum Vergleich: Der bekannte Eisbergsalat verfügt nur über 3 – 10  mg / 100 g. Vitamin C ist gut für das Immunsystem und die Haut. Strittig ist, ob Vitamin C in hohen Dosen auch vor Erkältungen schützen oder diese bekämpfen kann.

Wirklich sensationell wird es aber erst beim Provitamin A (Betacarotin). Provitamin A wird im Körper in Vitamin A umgewandelt und hat einen positiven Einfluss auf unsere Knochen sowie die Sinneswahrnehmungen wie den Sehvorgang. Der empfohlene Tagesbedarf an Vitamin A beträgt etwa 1 g. Wird dieses Vitamin A durch Provitamin A dem Körper zugeführt, so wird ein Tagesbedarf von 2 g angegeben. Mit etwa 4 mg decken 100 g Feldsalat somit den doppelten Tagesbedarf. Aber keine Sorge, schädlich ist die zusätzliche Menge nicht. Zwar sollte man auf eine Überdosis Vitamin A verzichten, ein Verzehr von Provitamin A ist allerdings ungefährlich, weil der Körper ab einem bestimmten Punkt einfach aufhört, das Provitamin A in Vitamin A umzuwandeln.

Doch damit nicht genug. Der Feldsalat überzeugt auch mit einer großen Menge an Jod, Kalium, Magnesium, Folsäure, Eisen und Kalzium. Ein regelmäßiger Verzehr von Feldsalat bietet daher eine gute Grundlage für eine vitamin- und nährstoffreiche Ernährung.

Die geringe Menge an Kohlenhydraten und Fett macht den Feldsalat daher gerade bei Diäten sehr beliebt. Betrachtet man seine Inhaltsstoffe, hätte der Feldsalat eigentlich Platz 1 auf der Liste der beliebtesten Salatsorten verdient. Momentan befindet er sich noch auf dem zweiten Platz.

Übrigens: Feldsalat gehört botanisch zu den Baldriangewächsen. Und das hat einen guten Grund: Eine Besonderheit des beliebten Salates ist das enthaltene ätherische Baldrian-Öl. Das sorgt nicht nur für das typisch nussige Aroma, sondern hilft bekanntlich auch gegen Schlafstörungen und Nervosität.

Schon gewusst?

Rapunzel Rapunzel

Auch wenn der Begriff Rapunzel heute selten verwendet wird, in der Botanik bedeutet er nichts anderes als Feldsalat. Aber warum wurde das Mädchen Rapunzel im gleichnamigen Märchen nach einer Salatsorte benannt?

Nicht weit von Rapunzel wohnte eine Fee, die ihr ganzes Herz in die Pflege ihres Gartens steckt. Zu den angebauten Pflanzen gehörte der zu dieser Zeit seltene Feldsalat, sprich der Rapunzel.
Als Rapunzels Mutter mit Rapunzel schwanger war, stahl Rapunzels Vater Feldsalat aus dem Garten der Fee, um den Heißhunger ihrer Frau stillen zu können. Als Strafe für den Diebstahl nahm sich die Fee das Neugeborene Kind und taufte es auf den bekannten Namen. Später sperrte sie Rapunzel in einen abgelegenen Turm. In einer anderen Version wird Rapunzel übrigens nicht nach dem geklauten Feldsalat, sondern nach der geklauten Petersilie benannt: Petersilchen.

Heutigen Synonymen für Feldsalat zufolge hätte Rapunzel aber auch anders heißen können: Vogerlsalat, Ackersalat, Mausohrsalat, Nüsschen, Nüssler, Schafmäulchen, oder Sonnewirbele. Da scheint Rapunzel dann doch ein dankenswerter Name zu sein.

Nicht zum Abendessen

Salat ist super – solange wir ihn nicht spät abends essen. Denn Salat liegt schwer im Magen, auch wenn man das gar nicht glauben mag. Durch die lange Verweildauer im Magen wird der Fettverbrennungsprozess hinausgezögert. Gerade wenn wir schlafen, verbrennen wir den Großteil des Fetts, das würde der Salatgenuss allerdings verzögern oder blockieren.

Vom Unkraut zum Liebling

Ursprünglich war der Feldsalat gar nicht so beliebt wie heute. Denn eigentlich handelt es sich um ein Wildkraut, das erst im Laufe der Zeit Gefallen fand und nach und nach kultiviert wurde. Heutzutage ist der Feldsalat aufgrund seines außergewöhnlichen, nussigen Geschmacks kaum noch aus der Küche wegzudenken.

Außerirdisch lecker

Im Jahre 2015 konnten die Astronauten der Raumstation ISS erstmals selbstgezüchteten Salat ernten und verzehren. Der erste Bissen des außerirdischen Salates wurde sogar per Live-
stream auf die Erde übertragen.

In der Raumstation sorgen blaue und grüne LED-Lichter für die passende Umgebung. Einen Monat lang wurden die Romana-Salate in einer speziellen Vorrichtung gezogen. Vor dem Verzehr wurde der im fliegenden Labor angebaute Salat natürlich auf der Erde ausführlich untersucht. Das Ergebnis: Das Gemüse ist bestens für den Verzehr geeignet. Sicherheitshalber werden die Salatblätter dennoch mit einem Desinfektionstuch abgewischt.

Für die Astronauten, die sich ansonsten eher von gefriergetrockneter Kost ernähren, eine willkommene Abwechslung.

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31 – April 2019

Heiner Kempken (3. v.l.) übergibt den Scheck im Namen seiner Kunden an die Krefelder Tafel.

Pfandtastisch

11.787 € haben Sie mit Ihren Pfandbons an die Krefelder Tafel gespendet.

Stefan Kempken (links) und Marianne Wetzels (2. v.l.) übergeben 2016 gemeinsam die gespendeten Lebensmittel an die Krefelder Feuerwehr.

Mützen für den guten Zweck

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Wir stellen vor

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