Sommer, Sonne, Sonnenbrand?

Worauf wir achten sollten, wenn wir den heißen Sommer genießen.

Sommer, Sonne, Sonnenbrand? (Foto: Pixabay)
Sommer, Sonne, Sonnenbrand? (Foto: Pixabay)

Dass es verschiedene Lichtschutzfaktoren gibt und zu welchem Faktor man selber greifen sollte, das weiß man. Auch, dass Sonnenbrand Hautkrebs verursachen kann. Und dennoch bekommen jährlich etwa 25 % der Deutschen einen Sonnenbrand; bei den 18- bis 29-Jährigen sind es sogar über 70%. Die größten Fehler: das Unterschätzen der Sonnenstrahlen und die Annahme, dass man sich nur im Auslandurlaub eincremen müsse.

UV-A- und UV-B-Strahlen

Was ebenfalls recht unbekannt ist: Die braune Hautverfärbung, die wir als attraktiv und gesund wahrnehmen, ist eigentlich nichts anderes als die körperliche Abwehrreaktion, um sich vor den für uns unsichtbaren ultravioletten Sonnenstrahlen zu schützen.

Man unterscheidet zwischen UV-A- und UV-B-Strahlen. UV-A-Strahlen sind langwelliger und energieärmer und gelangen daher tief in die Haut, wo sie die Haut altern lassen. Der Sonnenbrand wird hingegen durch die kurzwelligeren UV-B-Strahlen verursacht. Die energiereiche Strahlung beschädigt die äußere Hautschicht. Unser Körper reagiert darauf, indem er die betroffenen Zellen absterben lässt und zusätzliches Blut zur Heilung in diese Regionen schickt. So entsteht die rote Haut, die wir als Sonnebrand wahrnehmen.

Im Anschluss an diesen Prozess produziert unsere Haut das Pigment „Melanin“, das für die sogenannte Sonnebräune verantwortlich ist. So soll der Körper vor weiterer Belastung durch UV-B-Strahlen geschützt werden. Personen mit dunklerer Haut besitzen „von Haus aus“ mehr Melanin und müssen daher auf weniger externen Sonnenschutz wie Sonnencreme zurückgreifen.

Und für alle, die es ganz genau wissen wollen: Eigentlich ist gar nicht die Menge des Melanins, sondern die Art des Melanins entscheidend. Es gibt das rot-gelbe Phäomelanin, das bei hellhäutigen und insbesondere rothaarigen Personen vermehrt auftritt. Bei Menschen mit dunklerer Haut ist hingegen das braun-schwarze Eumelanin stärker vertreten, das stärker vor DNA-Schäden schützt.

So entsteht Hautkrebs

Dass intensives Sonnenbaden das Hautkrebsrisiko erhöht, darüber sind sich die Wissenschaftler einig. Schafft der Körper es nicht, die durch UV-Strahlen angegriffenen Zellen zu reparieren, können sich Mutationen entwickelt, die – sofern sich dieser Vorgang häuft – unkontrolliert wachsen und zu Hautkrebs werden können.

Was allerdings noch nicht erforscht wurde, ist die Zusammensetzung der Strahlung, welche wie stark für einen Hautkrebs verantwortlich ist. Jährlich erkranken in Deutschland rund 200.000 Personen an Hautkrebs. Hier muss allerdings zwischen dem sehr verbreiteten, heilbaren weißen Hautkrebs und dem gefährlicheren schwarzen Hautkrebs unterschieden werden. An schwarzem Hautkrebs sterben jährlich etwa 3.000 Menschen.

Doch auch ohne Sonnebrand besteht die Gefahr, an Hautkrebs zu erkranken; alleine die Tatsache, dass UV-Strahlen auf den Körper gelangen, kann ausreichend sein. Die Gefahr erhöht sich durch einen Sonnenbrand allerdings merklich, dazu zählt auch bereits eine leichte Rötung der Haut.

Schutz mit Sonnencreme

Vorweg: Einen hundertprozentigen Schutz vor Sonnenbrand und Hautkrebs bietet Sonnencreme nicht. Insbesondere ist noch nicht ganz klar, welchen Anteil UV-A- und UV-B-Strahlen konkret für die Bildung von Hautkrebs haben. Eine Schutzlotion, die das gesamte Spektrum beider Strahlen abdeckt, gibt es zwar nicht, Sie sollten beim Kauf von Sonnencreme allerdings darauf achten, dass diese sowohl für UV-A- als auch UV-B-Strahlen ausgelegt ist. Selbstverständlich können Sie sich auch mit einer Kopfbedeckung und Klamotten vor Sonne schützen, sich im Schatten aufhalten – auch wenn hier dennoch UV-Strahlen auf die Haut treffen – oder die heiße Mittagssonne meiden.

Aber zurück zur Sonnencreme. Generell gilt: Der Lichtschutzfaktor erhöht die Eigenschutzzeit Ihrer Haut um den auf der Verpackung aufgedruckten Wert. Die Eigenschutzzeit liegt je nach Hauttyp zwischen 10 und 30 Minuten. Eine Person mit einer Eigenschutzzeit von 10 kann sich mit einem LSF von 30 daher fünf Stunden in der Sonne aufhalten (30 x 10 Minuten = 300 Minuten). Das funktioniert allerdings nur, wenn auch genügend Sonnencreme verwendet wird. Faustregel: zwei Teelöffel für Gesicht, Hals und Arme.

Keine Panik

Wenn Sie die hier aufgeführten Tipps beachten, sind Sie bestens gewappnet. Die Sonne komplett meiden sollten Sie nicht, diese ist nämlich beispielsweise für die Produktion von Vitamin D förderlich. Außerdem steigert sie dank der Ausschüttung von Endorphinen unsere Laune.

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